Lebenselixier im Fasziengewebe
Lebenselixier im Fasziengewebe
„Panta rhei“ alles strömt –Heraklit erklärt mit zwei Worten, wie sich die Schöpfung bewegt.
Von Herrn Peter Zillich Dipl.-Kfm.
Monatshausen 3, D 82327 Tutzing Tel 0049 8158 92140,
Mob 0171 6900083, Mail [email protected]
Motivation: Mit Hilfe von Geistes- und Naturwissenschaftlern und eigenem Erkundenzu neuen wissenschaftlichen Zusammenhängen und Erkenntnissen zu kommen. Wie die Faszien und Lymphen in den Strukturen der Evolution der Wirbeltiere ihren Platz zu finden. Die Führung und Steuerung der Wirbeltiere suchen. Wirtschaftlichkeit prägt unsere Biosphäre. Alles wird immer wiederverwertet. Bewusst, unbewusst oder automatisch kommunizieren Lebewesen. Naturgesetze zeigen, dass Lebewesen sozial widersprüchlich handeln. Wettbewerb ist die Mutter der Evolution, wie Nutrition, Metabolismus und Fortpflanzung zeigen. Neue Therapien scheinen näher zu rücken. Muskeln ernähren Faszien. Sensorik erhält einen neuen Stellenwert. Lebewesen entstehen durch Vermehrung und autochthon ohne Sporen oder Samen. Vom Orient könnten wir bessere Zusammenarbeit lernen.
Lebenselixier im Fasziengewebe
„Panta rhei“ alles strömt – Heraklit erklärt mit zwei Worten, wie sich die Schöpfung bewegt
Von Herrn Peter Zillich Dipl.-Kfm
Abb. 1: Humaner Hippocampus und ein Seepferdchen im Vergleich
1 Inhaltsverzeichnis
Zur Leseerleichterung werden Abbildungen und Rezitate am Ende zitiert
2 ....... Abkürzungsverzeichnis.
4........ Intention dieser Arbeit
5........ Fundamentales.
5.1..... Vater-Pacini-Körperchen.
5.2 Ruffini-Körperchen.
6........ Methode
6.1..... Reflexion
6.2..... Selber beobachten
6.3..... Reflexion und Naturwahrnehmung
6.4..... Selber fragen.
7.1..... Biologische Integrität
7.2..... Funktion des Managements.
7.3..... Neuronen und Fettzellen kommunizieren wechselseitig.
7.4..... Molekulare Veränderungen beim Lernprozess.
8........ Nominationen.
8.1..... Hyaluronsäure.
8.2..... Lymphe, Flüssigkeit der Sehnen
8.5..... Intelligenz und Wissen.
9.2..... Fliegende Vertebrata.
9.3..... Humane Demonstration.
9.4..... Sensorik von Haut, Nase und Ohr
10.2... Knie-Hyaluron-Therapie.
10.3... Strabismus-Therapie.
11.1... Evolution der Vertebrata.
11.2... Konkurrenz als Motor der Evolution.
11.3... Loofah – Vorfahr der Vertebrata.
11.4... Migrierende Spongien.
11.5... Lucy.
11.6... Wasser tut grosse Dinge.
11.7... Kalifornischer Irrtum..
11.8... Hyaluronsäure in der Wundheilung.
11.10. Infinitesimalrechnung.
11.11. Irrtum der Evolution.
12...... Das Mitochondrium..
12.1... Das Mitochondrium als Signalorgan.
12.2... Das Mitochondrium als bio-inspiriertes Transportsystem..
12.3...Kommunikation
13 Descartes Zirbeldrüse
13.2... Koreanische Akupunktur Schulungspuppe.
14...... Schädel-Hirn-Trauma „Morbus pezillat“.
14.1... Beschreibung.
14.2... Ursachen.
14.3... Ältere Ursachen.
14.4... Therapie.
15......Abstractum
16...... Danksagung.
17...... Anregung.
18...... Ex Orient
19...... Herkunft der Abbildungen.
20...... Referenzen nach Seitenzahl
2 Abkürzungsverzeichnis
HA Hyaluronsäure oder Hyaluronan
HAt mit 2%iger Kosmetik-Zubereitung, t steht für technisch
HAv vitale Hyaluronsäure im Körper
3 Vorwort
Die Flüssigkeitsdynamik und die wechselnden Druckverhältnisse im lebenden Fasziengewebe zu beobachten, ist eine der interessantesten Aufgabe für die Forschung.
Die neugierige Beschäftigung mit dem Thema Lymphe führt zu offenen Fragen der Medizin, der Schöpfung, der Anthropologie, des Wissens und dessen Grenzen und grundsätzlich des Denkens.
Diese Arbeit soll Geistes- und Naturwissenschaftler anregen, mit leidenschaftlicher Inspiration die vielfältigen Möglichkeiten der aktiven Schöpfung fachübergreifend von aussen zu beobachten und zu erforschen und den Vorhang der Fachblindheit zu zerreissen.
Die Natur gewinnt an Vielfalt und Ästhetik, wenn wir sie mit unvoreingenommener Neugier betrachten. Umgekehrt wird mit unvoreingenommener Neugier betrachtete Vielfalt und Ästhetik der Schöpfung zur Ursache unseres ästhetischen Verständnisses.
4 Intention dieser Arbeit
Zu zeigen, dass schnelles aufmerksames Beobachten und „selber denken“ zu vielen Anregungen, neuen wissenschaftlichen Zusammenhängen und Erkenntnissen motiviert. Mit Leidenschaft und Inspiration“ sollen wir so noch unendlich viel Unbekanntes in der Welt und in der Evolution und in uns entdecken.Das wünsche ich allen Wissenschaftlern und mir selbst.
5 Fundamentales
Faszien bestehen aus den Bindegewebsschichten, die sich in den Vertebrata befinden. Die grösste Faszie ist die Haut. In den Vertebrata arbeiten Faszien: Gewollt oder ungewollt, gerichtet oder ungerichtet und mehr oder weniger. Sie schützen ummantelnd Organe, Gefässe und Muskeln. Schleip et al. haben die Definition erweitert. Demnach wird unter dem Begriff „Faszie“ alles Weichgewebe im Körper verstanden, das auf Kollagenbasis beruht, einschliesslich der Zellen, die die extrazelluläre Matrix bilden und aufrechterhalten. Die neue Definition umfasst Sehnen, Bänder, Schleimbeutel, Endomysium, Perimysium und Epimysium.
Je nach anatomischer Lage werden die Faszien in oberflächliche, tiefe, viszerale oder parietale Faszien eingeteilt.
Knochen, Muskeln, Nerven und Blutgefässe werden von Faszien umgeben z. B. die „Knochenhaut“. Im Vergleich zu den anderen Subtypen haben sie üblicherweise eine faserigere Konsistenz. Tiefe Faszien neigen dazu, stark vaskularisiert zu sein und Lymphknoten zu enthalten. In manchen Fällen kann die tiefe Faszie sogar freie, eingekapselte Nervenenden enthalten, wie zum Beispiel Ruffini- und Pacini-Körperchen.
5.1 Vater-Pacini-Körperchen
Abb.2: Anatomische Darstellung
Vater-Pacini-Körperchen, auch Pacinische Körperchen oder Lamellen Körperchen (lateinisch Corpusculum lamellosum) genannt, sind Mechanorezeptoren der Haut, die rasch adaptieren und besonders gut Vibrationsempfindungen vermitteln. Sie sind benannt nach dem deutschen Anatomen Abraham Vater (1684–1751) und dem italienischen Anatomen Filippo Pacini (1812–1883).
Vater-Pacini-Körperchen befinden sich beim Menschen vorwiegend in der Subkutis besonders der Handflächen, Fusssohlen, der proximalen Phalangen von Fingern und Zehen und auch an den grossen Sehnenplatten in der Bauchspeicheldrüse, der Knochenhaut, der Vaginalwand, der Vorhaut beim Mann, im Retroperitonealraum und im Gewebe um die Harnblase.
5.2 Ruffini Körperchen
Ruffini-Körperchen nehmen die Dehnung von Gewebe bzw. die mit einer Dehnung einhergehenden Scherkräfte wahr. Da sie langsam adaptieren, werden sie auch als SA-II-Sensoren bezeichnet. Ihre Aktionspotenzialfrequenz ist proportional der Intensität des Druckes. Es handelt sich um Proportionalsensoren.
Die knolligen Blutkörperchen auch Ruffini-Enden erkennen Verspannungen tief in der Haut und den Faszien.
Die Blutkörperchen haben einen Durchmesser von etwa 20 bis 40 Mikrometern und eine Länge von 80 bis 150 Mikrometern, wobei ihre Längsachse senkrecht zur Hautoberfläche ausgerichtet ist.
Abb. 3: Ruffini Körperchen
Ruffini-Körperchen gehören zu den Mechanorezeptoren der Haut und wurden nach dem italienischen Anatomen und Neuropathologen Angelo Ruffini (1864–1929)[1] benannt, der sie als Erster mittels einer von ihm entwickelten Goldfärbung sichtbar machte. Die langsam adaptierenden Dehnungsrezeptoren kommen in der Haut, in der Wurzelhaut der Zähne und in den Gelenkkapseln vor. In der Haut liegen im Stratum reticulare der Dermis reagieren sie auf Druck und horizontale Dehnung. Die Ruffini-Körperchen der Gelenkkapsel registrieren die Stellung der Gelenke und ihre Auslenkungsgeschwindigkeit.
Ruffini-Körperchen haben die Form eines zu den Enden hin abgeflachten, offenen Zylinders. Durch die Öffnungen treten kollagene Faserbündel auf der einen Seite ein und auf der anderen wieder heraus. Nervenfasern sind zwischen den Kollagenfaserbündeln und die Enden der Nervenfasern spiralig eingebettet. Das zuführende Faserbündel, Afferenz, ist myelinisiert und etwa 5 µm dick.
Der Mensch spürt Berührungen in der Haut mit unterschiedlicher Intensität. Die Ruffini-Tastkörperchen in den Gelenkkapseln geben dem Menschen eine Selbstwahrnehmung, die ihn jederzeit über die eigene Körperposition informiert. Zum Beispiel, um präzise kontrollierte Bewegungen auszuführen.
Der Mensch spürt in der Haut Berührungen mit verschiedener Intensität. Die Ruffini-Körperchen in den Gelenkkapseln geben dem Menschen Selbstwahrnehmung, die ihn zu jeder Zeit über seine eigene Körperlage in Kenntnis setzt. Zum Beispiel um exakt gelenkte Bewegungen zu vollziehen. Ohne Stellungsinformationen aus den Gelenken wäre das Risiko für Ausrenkung und Übersteuerung höher. Die propriozeptiven Ruffini-Körperchen arbeiten eng mit den ebenfalls propriozeptiven Muskelspindeln zusammen, die Informationen über die Muskelspannung zur Dosierung der Muskelkraft sammeln.
6 Methode
6.1 Reflexion
Selber denken heisst, unter strikter Beachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse neugierig nach bisher nicht Gedachtem, nicht Gefragtem, nicht Gefühltem zu suchen. Zum Beispiel: Wie verständigen sich 100 Billionen Zellen? Wie entstand Leben?
6.2 Selber beobachten
Die Grosshirnforschung hat sehr detaillierte Speicherdaten und -orte im Grosshirn (Cerebrum) ermittelt, aber nichts über den eigentlichen Denkprozess. Es ist naheliegend, dass der ältere Hippocampus von Anfang an die Existenz der Vertebrata überwacht, aber wie?
6.3 Reflexion und Naturwahrnehmung
Genau hinschauen: Einfaches Hinschauen ist unergiebig. Es gilt mit Aufmerksamkeit Details zu erkennen. Farben erkennen: Es gibt unzählige Grüntöne. Schauen wir die Blumen am Boden und die Blüten in Büschen und auf Bäumen genau an. Alles in der Natur bewegt sich fliessend, dreidimensional und zeitgerichtet.
Wellen beobachten: Die Wellen am Strand kommen und gehen, sie verändern sich, sie bauen sich langsam oder schnell auf, je nach Windstärke. Von der Windstärke 0 bis 12 getrieben, von der scheinbaren Windstille bis zum sich überschlagenden Orkan, zum Schiffe verschlingenden Kaventsmann oder Tsunami. Wellen beeinflussen nicht nur die lokale Umgebung, sondern auch globale Phänomene. Gasförmige Luft und scheinbar feste Erde bewegen sich mit den Gezeiten gemäss den geowissenschaftlichen Regeln.
Himmel betrachten: Wer zum Himmel aufschaut, wird bezaubert von unendlich wechselnden Mustern und Farben. Der Blick durch die Augen eines Malers zeigt uns dies und regt zur Inspiration an.
Abb. 4: Elfenruinen beim Sturm See Ausschnitt Fandom, Hexer Wiki, o. J.
Mit diesen ständig sich verändernden Wolkenstrukturen zeigt die Schöpfung ihre Allmacht.
Selbstbeobachtung: Was, wo, wann, wie und warum tun wir Dinge? Im Deutschen beginnen Fragen mit einem „W“.
Fremdwahrnehmung: Wie sehen mich andere Menschen – Freunde, Familie, Bekannte, Kollegen. Hier entstehen oft Zuneigung, aber auch Missverständnisse.
Gefühle erkennen: Welche Gefühle haben wir? Was sagen sie uns und wie können wir sie ändern?
Gefühle anderer: Welche Gefühle haben andere uns gegenüber und welche Gefühle verbergen sie? Die richtige neutrale und vorurteilsfreie Deutung dieser Gefühle, ist die schwierigste aller Beobachtungen.
6.4 Selber fragen
Warum bewegt sich alles, vom kleinsten Teilchen (Myon) bis hin zum Universum? Dies ist messbar als Frequenzen, bei denen sich Strukturen und dreidimensionale Strömungen ständig verändern. Wissensbereiche sind fachblind. Beobachter mit geringer Detailkenntnis überblicken, dass alles miteinander verknüpft ist, und was zur Formulierung neuer Thesen führt, wenn man gedanklich in die abgeschirmten Labore schaut. am besten bei geschlossenen Augen
7 Thesen
7.1 Biologische Integrität
Die Zelle erhält kontinuierlich Informationen und Anweisungen, um sich an wechselnde Aufgaben anzupassen. Sie verändert ständig ihre Form und ihr Volumen, damit das gesamte System funktioniert. Umgekehrt informiert die Zelle über ihre Modalitäten, Verhaltensweisen und Bedürfnisse. Biologische Integrität erfordert das gleichzeitige individuelle und kollektive Verhalten aller Zellen. Informationen werden über die baumartigen, verzweigten Lymphbahnen und -knoten weitergegeben und schliesslich im Hippocampus gebündelt.
Durch pumpenartige Verdünnung oder Verdickung verändert Hyaluronsäure die stützenden Faszien je nach Bedarf hydropneumatisch. Vorgespannt, steif oder geschmeidig, passen sie sich kontinuierlich der Bewegung des Wirbeltiers an.
Der zentrale Punkt an der Fusssohle und an der Handinnenfläche, wissenschaftlich „Hego“ fühlt die Bodenbeschaffenheit – ob nass, feucht, trocken, warm, lau, kalt, matschig, rutschig, spitz, rund, steinig oder gefährlich. An den Händen hat das Cerebrum dem Menschen besondere kunst- und handwerkliche Fähigkeiten verliehen. Ein Geschenk des aufrechten Ganges.
Folgen des aufrechten Ganges: Aus der Sichthöhe eines etwa hundegrossen Vierbeiners sahen unsere Vorfahren den Säbelzahntiger erst, wenn es zu spät war. Aus fünfmal grösserer Höhe erspähten sie leicht Jagdbares für sich und ihre Feinde schon an den Wellenbewegungen des Grases. Das Grosshirn bisher ständig beschäftigt für den Hypocampus mit allen Sinnen Gefahren zu rekognoszieren, bekam Zeit und mit den Händen Werkzeuge. Die ersten Fernwaffen Steine, Lanzen, Speere und Schleudern entstanden. Kulturbeginn!
Nachteil des aufrechten Ganges: Zwei Beine mussten die ganze Last tragen und das Becken wurde kleiner. Embryos konnten nicht mehr korrekt reifen. Unzählige Frauen und Föten sind bis in moderne Zeiten gestorben. Wir kommen als unselbständige Frühgeburten auf die Welt. Alle erdgebundenen Vertebrata haben eine frühe Spielphase in der sich Kinder raufen, necken, beherrschen und unterwerfen. Eltern greifen nicht ein. Eine sportliche Vorbereitung aufs Leben. – Vater und/oder Mutter müssen ihre Brut ständig überwachen, was gesetzlich sogar vorgeschrieben ist. Das Grosshirn lehrt Vorteile durch Arglist, Eltern müssen auf der Hut sein. Dieses kindische Verhalten bleibt uns. Erwachsen lieben wir Soldat sein, gehorchen, befehlen und Krieg führen.
7.2 Funktion des Managements
Im Dreiklang Venen, Nerven und Faszien haben Faszien die Leitungsfunktion. Sie senden und empfangen selbst oder über ihre Nerven Nachrichten. Arterien liefern Mineralien, Hormone, Vitamine und andere Zusatzstoffe, die von der Leber je nach Bedarf aufbereitet werden. So etwas wie eine verbrauchte Lymphe gibt es nicht. Sie wird systematisch mit Hilfe von Capsaicin und anderen Substanzen als Haut, Haar, Horn an die Oberfläche gebracht oder regeneriert sich selbst als Kollagen.
Abb. 5: Faszien: Robert Schleips „Tensegrity-Modell“
Abb. 6: Sprungfedermodell Zillich, 2024
Sprungfederartig bewegt eine Faszien-Muskel-Faszien-Muskel-Kette den Körper. Sie beginnt als Faszie bei der rechten Galea, oberhalb der Calvaria, und endet am linken Mittelfussknochen, fest verklebt mit der Achillessehne, immer verbunden mit der Lende und dem Iliosakralgelenk (vgl. Abb. 6). Die zweite Faszienkette stabilisiert zusammen mit dem Skelett die Wirbeltiere. Der Homo erectus nutzte dies, um sich aufzurichten und sein Blickfeld zu erweitern.
Im Stehen bildet HA mikroskopisch kleine Kugeln auf den Knorpeln der Kniegelenke. Beim Laufen oder Springen passen sich die Faszien der Forderung nach verringerter struktureller Viskosität an und die Reibung wird „viskos“ verringert. Kugellager hat die Evolution schon seit langem entwickelt und unübertroffen anpassungsfähig gemacht. In den Wirbelfortsätzen verlaufen zwei Faszien, die sich gegensätzlich verschieben und unseren Gang geschmeidig machen.
Jede Zelle ist in ein fasziales Bindegewebe (Endomysium) eingebettet, welches sie mit dem gesamten Fasziensystem verbindet. Die sich selbst umstrukturierende HA ist lebendig, solange sie nicht verhornt. Die HA überträgt ständig Informationen an jede Zelle und weist sie an, wie sie sich an die wechselnden Aufgaben anpassen soll. Umgekehrt muss die Zelle ständig über ihre Modalitäten, Verhaltensweisen und Bedürfnisse berichten. Dies erfordert das gleichzeitige individuelle und kollektive Verhalten aller Zellen. Vagus und Nodi filtern die Nachrichten oder Befehle des Grosshirns, um sicherzustellen, dass nur notwendige Informationen weitergeleitet werden. Sparsamkeit ist Gebot. Lymphknoten sind Zwischenspeicher für den HA-haltigen Liquor. Faszien Kapillaren ermöglichen ständiges Fliessen in beide Richtungen.
Beispiel: Eine Faszie, die vom Ohransatz oben rechts zum rechten Mundwinkel, über den linken Mundwinkel zum unteren Ohransatz verläuft, ermöglicht uns zu schmunzeln, lächeln, lachen; traurig zu sein; zu weinen, heulen, zweifeln; böse zu sein, aggressiv zu sein sowie das Gesicht zu verzerren. Hier kann jeder besonders deutlich die leitende Dominanz der Faszie fühlen. Allein sind Mund oder Maul unbeweglich.
Ausdifferenzierte T-, Plasma- und Gedächtniszellen übernehmen in den Knoten Wächterfunktionen und schützen vor „feindlichen“ Mikroben.
Hyaluronsäure verhornt nach getaner Arbeit zu Haar, Nägeln, Hufen, Schuppen und Hühneraugen.
Mit fast zwei Litern Fassungsvermögen ist unsere Blase überdimensioniert, wahrscheinlich evolutionsbedingt. Uroflowmetrie erklärt nicht, warum wir bei etwa 0,18 Liter Flüssigkeit einen Harndrang verspüren und somit sehr häufig urinieren müssen So kontrolliert Hippocampus mit Adjutanten regelmässig Wachsamkeit und Funktion.
Hunde markieren ihre Grenzen und tauschen bei Besuchen und Treffen Nachrichten aus wie: Geschlecht, Grösse, Stimmung, Krankheit. Besonders bei Rüden geht es um Freund- oder Feindschaft.
7.3 Neuronen und Fettzellen kommunizieren wechselseitig
Leptine steuern Hunger und Sättigung jedes Lebewesens. Da der Homo sapiens Salzkonservierung, Vorratshaltung, Supermärkte und Kühlschränke erfunden hat, fehlt heutzutage vielen Menschen das Gefühl für den notwendigen Bedarf. Tiere in der Wildnis haben keine Adipositas.
Leptin (von griechisch λεπτός leptós, „dünn“) ist ein Proteohormon, das hauptsächlich von Fettzellen und Enterozyten im Dünndarm produziert wird. Es hilft, den Energiehaushalt zu regulieren, indem es das Hungergefühl hemmt, was wiederum die Fettspeicherung in den Fettzellen reduziert. Leptin wirkt auf Zellrezeptoren im Nucleus arcuatus und im Nucleus ventromedialis, in weiteren Bereichen des Hypothalamus sowie auf dopaminerge Neuronen im ventralen tegmentalen Areal, um den Bedarf an Nahrung und die Aufnahme der Nahrung zu steuern und zu vermitteln.
Obwohl die Regulierung der Fettspeicher als die primäre Funktion von Leptin angesehen wird, spielt es auch bei anderen physiologischen Prozessen eine Rolle, wie die vielen Synthesestellen ausserhalb der Fettzellen und die vielen Zelltypen ausserhalb der Hypothalamus Zellen, die Leptin Rezeptoren besitzen, zeigen. Viele der zusätzlichen Funktionen sind noch nicht vollständig geklärt. Bei Adipositas ist die Empfindlichkeit gegenüber Leptin reduziert (ähnlich wie bei der Insulinresistenz bei Typ-2-Diabetes), was dazu führt, dass trotz hoher Energiespeicher und hohem Leptinspiegel das Sattsein nicht erkannt wird.
Das Gehirn steuert die Fettverbrennung und reagiert auf Fettzellen, indem es über das Rückenmark Signale an die Nerven in und um die Fettzellen sendet.
Wissenschaftler haben jetzt nachgewiesen, dass Fettzellen Signale direkt an Neuronen senden und diese beeinflussen.
Wissenschaftler entdeckten, dass Nervenzellen, die in der Nähe von Fettzellen wachsen, siebenmal mehr NPY produzieren als normal. Über die Rolle von NPY ausserhalb des Gehirns ist wenig bekannt. Die Wissenschaftler glauben nun, dass die Nervenzellen ausserhalb des Gehirns NPY absondern, um zu verhindern, dass die Fettdepots zur Energiegewinnung verbrannt werden. Ausserdem scheinen die Fettzellen dabei zu helfen, die Menge des von den Nervenzellen produzierten NPY zu regulieren. „Die Auswirkungen von NPY ausserhalb des Gehirns machen Sinn“, so Lane. „Im Gehirn veranlasst eine grosse Menge NPY die Tiere zu Heisshungerattacken. Und in der Peripherie scheint es die Mobilisierung von Fett zu stoppen. Wenn man isst, gibt es kein gespeichertes Fett zu verbrennen.“
These: Leptin ist eine strukturell abgewandelte Form von Hyaluronsäure.
7.4 Molekulare Veränderungen beim Lernprozess
Wissenschaftler forschten an einer biochemischen Analyse an Nervenzellen, die mit dem Lernen und der Erinnerung zu tun haben. dass der Neurotransmitter Serotonin, der an der Herstellung von cAMP beteiligt ist, molekular direkt zu einer Sensibilisierung gegen einen bestimmten Reflex führen kann.
Aplysia, eine Gattung von Schnecken, gilt in der Neurowissenschaft als „Modellorganismus“. Die Forscher wollten Speicherungen im Kurzzeitgedächtnis hervorrufen, wo der sekundäre Botenstoff cAMP hergestellt wird.
Sie identifizierten den Transkriptionsfaktor CREB (cAMP response Element Binding Protein) und seine Rolle als ein zum Langzeitgedächtnis beitragendes Protein.
Eine Folge der CREB-Aktivierung ist die Erhöhung der Anzahl synaptischer Verbindungen. Daraus wurde gefolgert, dass das Kurzzeitgedächtnis eine Folge funktionaler Veränderung der bereits bestehenden Synapsen ist, während das Langzeitgedächtnis aus einer Änderung der Gesamtzahl der Synapsen hervorgeht.
Einige der entdeckten synaptischen Veränderungen sind Beispiele für Lernvorgänge nach der Hebbschen Regel.
Versuche mit genmutierten Mäusen bewiesen Lernmechanismen bei allen Lebewesen zeigen die Beteiligung von Neurotransmittern, sekundären Botenstoffen, Proteinkinasen, Ionenkanäle und Transkriptionsfaktoren, wie CREB an Lern- und Speicherungsvorgängen bei Wirbeltieren und Wirbellosen
Wachstum von Wissen und Erinnerung resultiert, wenn ein Axon der Zelle A wiederholt und dauerhaft Aktionspotentialen in Zelle B erzeugt.
Hypothese: Wenn Beobachtungen ergeben, dass ein Axon weniger oder gar nichts mehr erregt, werden Erinnerung und Wissen geringer oder erlöschen ganz.
8 Nominationen
Alle Biologie der Lebewesen ist hierarchisch geordnet und, weil alles auch Verantwortung trägt, nicht untergeordnet. Die Natur hat diese Sozialstruktur früh heraus-gemendelt. Demokratie ist so konstitutionsmässig erfolgreich.
8.1 Hyaluronsäure
Hyaluronsäure oder Hyaluron oder kurz HA ist eine wasserbindende Substanz, welche eine blitzschnelle Bindungsfähigkeit und eine ausserordentliche Klebekraft entwickelt – ideal für alle Aufgaben in den lebenden Faszien! Sie kann die Lymphe verändern, Sehnen verkürzen oder dehnen. Alles blitzschnell im Femtosekunden- bis Pikosekundenbereich. Durch Veränderung ihrer chemischen und elektrischen Struktur erhöht sich die Anpassungsfähigkeit der HA. Die strukturelle Veränderung der HA ist für den Terminus ein Dilemma. Wo beginnt und wo endet sie auf der Skala der Chemie?
Hyaluronsäure erleichtert das Gleiten zwischen benachbarten fibrösen und fördert die Funktionen der tiefen Faszien. Eine neue Klasse von Zellen, als Fasziozyten bezeichnet, widmet sich der Produktion der Hyaluronsäure haltigen extrazellulären Matrix. Alcianblau-Färbung, Anti-HABP-Immunhistochemie, Hyaluron-bindendes Protein und Transmissionselektronenmikroskopie beweisen die Synthese.
Die Expression von HAS2 (Hyaluron-Synthase 2) mRNA durch Fasziozyten wurde mittels real-time RT-PCR nachgewiesen und quantifiziert. Der neue Zelltyp weist ähnliche Eigenschaften wie Fibroblasten auf: Sie sind positiv für den Fibroblasten Marker Vimentin und negativ für CD68, einen Marker für die Monozyten-Makrophagen-Linie. Sie weisen jedoch morphologische Merkmale auf, die sich von klassischen Fibroblasten unterscheiden, und sie exprimieren den Marker für die chondroide Metaplasie. Man vermutet, dass es sich bei diesen Zellen um einen neuen Zelltyp handelt, der sich der Produktion von Hyaluronsäure widmet. Da HA für das Faszien-Gleiten essenziell ist, könnte eine Regulation dieser Zellen die Funktionen der Faszien beeinflussen, was mit myofaszialen Schmerzen mindern könnte.
Struktur der HA
Abb.7: Struktur der HA, Name und erste Formel glucuronate-β-1,3-N-acetylglucosamine-β1,4-Die Hyaluronsäure wurde erstmals in den 1930er Jahren von dem deutschen Mediziner Karl Meyer entdeckt. Die Hyaluronsäure ist eine makromolekulare Kette von Disacchariden, die sich aus den Glucosederivaten D-Glucuronsäure und N-Acetyl-D-glucosamin zusammensetzen. Diese unterscheiden sich von der β-D-Glucose durch Abänderungen am sechsten beziehungsweise am zweiten Kohlenstoffatom. Etwa 50 % der insgesamt 15 g immenschlichen Körper vorhandenen HA sind in der Haut, Sie kann ihre Struktur selbst verändern und ihr elektrisches Potential. Für die Skala der Chemie ein Dilemma. Für die Glaubhaftigkeit des Autors ein Risiko.
8.2 Lymphe, Flüssigkeit der Faszien
Lymphe ermöglicht als Lebenselixier mit etwa 2 % Hyaluronsäure die Funktion der Faszien.
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Abb. 8: Lymphknoten
Lymphknoten findet man bei allen Wirbeltieren (Vertebrata). Lateinisch „nodus lymphaticus“ von lympha (lateinisch) gleich „Quellwasser“. Sie sind eine „Filterstation“ für die Lymphe beim Menschen und sind circa 5–10 mm gross, oval oder unregelmässig geformt.
Lymphknoten sind umgeben von einer Kapsel, von der Bindegewebssepten (Trabekel) ins Knoteninnere ziehen. Sie sind HA-Reservoire, um ein schnelles Eingreifen der Faszien in Pikosekunden zu ermöglichen, ähnlich wie ein Feuerwehrteich.
8.3 Faszien und Muskeln
Faszien, vom hauchdünnen Bindegewebe bis zu kräftigen Sehnen, erfüllen hochkomplexe Aufgaben, um uns zu ernähren, mobil und lebensfähig zu machen.
Faszien sind untrennbar mit Muskeln verbunden. Die Muskeln ernähren die Faszien und geben ihnen Kraft und Energie. Fibrillen im informativen Fasziennetz sorgen für den richtigen Richtungswechsel und für die gezielte Nutzung im Hinblick auf beide Seiten des Muskels.
Ohne Sehnen, besser Faszien, würden die Knochen der Vertebrata jämmerlich zusammenfallen. Nur zusammen ermöglichen sie Bewegung.
Als Beispiel für die Zusammenarbeit der Faszien und Muskeln mittels Hyaluronsäure:
Die Armfaszie besteht aus wenigen Fasern und ihre Zwischenräume sind mit einer schleimigen Substanz gefüllt. Dadurch können benachbarte Ebenen übereinander geschoben werden. Die Hauptbestandteile des Schleims sind Hyaluronsäure und Proteoglykane. Sowohl die Faszienfasern als auch der Schleim werden von bestimmten Zellen im Gewebe gebildet: den Fibroblasten und den kürzlich entdeckten Faszienzyten.
Abb.9.: Zusammenarbeit der Faszien und Muskeln mittels Hyaluronsäure
8.4 Grosshirn (Cerebrum)
Abb. 10: Ein Ausschnitt menschlichen Hirngewebes mit farbigen Markierungen einzelner Strukturen
Unser Gehirn ist hochkomplex und lässt sich bisher nur mit grossem Aufwand bis ins kleinste Detail abbilden. Jetzt haben Wissenschaftler ein neues Verfahren entwickelt, mit dem das menschliche Gehirn mit bislang beispielloser Auflösung und Geschwindigkeit untersucht werden kann. Die Gewebeproben in vivo werden nicht beschädigt und gleichzeitig detailliert durchleuchtet und analysiert.
Mit dem aufrechten Gang dominierte das Menschengeschecht immer stärker. Das humane Cerebrum veränderte sein Aufgabenbereich. Ursprünglich schwerbeschäftigt als Beobachter, Informant, Informationsfilter, und Registrator von Erinnerungen (Gedächtnis) dem vorgesetzten Hippocampus zuzuarbeiten, bekam es jetzt Zeit zum „selber denken“. Neugier machte uns zu Entdeckern, Erfinder, Denker und Zivilisatoren. Erfolg macht übermütig und so haben wir den Kontakt zum Seepferdchen Gehirn verloren.
Gewaltige Mengen von wichtigen und unwichtigen Informationen aller Rezeptoren prasseln ununterbrochen auf das Gehirn ein, dringen ein, reizen es und wollen geordnet, sortiert und registriert warden.
Das Gehirn beschreibt grosse und kleinste Gedankenschnipsel ständig vermischt, trennt, vereinigt in einem scheinbar unvereinbaren chaotischen Durcheinander.
These: In diesem Durcheinander archiviert das Cerebrum möglichst buchhalterisch genau Erinnerungen und Gedanken. Dabei kann Musik, Meditation, eine Stimmgabel oder Klangschale helfen.
8.5 Intelligenz und Wissen
Wissen ist eine biologische Notwendigkeit allen Lebens. Wer nicht weiss, dass er hungrig ist, kann nicht leben. Wissen verlangt Lernen zum Überleben. Hier beginnt die Vorstellung von Intelligenz: Wir wissen nicht genau, wie und wo sie funktioniert.
Intelligenz ist etwas, von dem wir wissen, dass es existiert, aber wir verstehen noch nicht, wie es funktioniert.
Altgriechisch: Esthemis unterscheidet nicht zwischen Erkenntnis und Wissen.
8.6 Metabolismus
Vom Mund bis zum Anus versorgt uns ein hochkomplexer Faszienschlauch mit Nahrung. Muskeln werden gefüttert. Diese Muskeln dienen als Vorratslager für die aktiven Faszien, die ständig Nahrung verlangen. Mikrotubuli in den Zellen des Mundes und des Darms sorgen aktiv für den Transport: Das ist feinste fasziengesteuerte Logistik.
Das Treibhausgas Kohlendioxid endet nach vielen biosphärischen Kreisläufen als Zellulose, gleichsam Asche und bindet damit lebensnotwendigen Sauerstoff.
8.7 Bakterien-Affinität
Bakterienproteine genannt Adhäsine haften an Strukturen oder Zellen des Wirts. Durch diese Anheftung, kann das Bakterium effizient der Beseitigung oder dem Abtransport widerstehen Voraussetzung für die Kolonisation und Infektion des Wirts. Die Expression von Adhäsine ist bei einigen Bakterienarten abhängig von den Umgebungsbedingungen.
Einige Adhäsine binden sich an Lektine, um in die Wirtszelle aufgenommen zu werden z. B. Yersinia enterocolitica, Shigella flexneri. Die Spezifität der Adhäsine für bestimmte Proteine auf Wirtszellen erklärt unter anderem den Organotropismus mancher Bakterien.
Springschwänze bauen Zellulose ab
Abb. 11
Kleine, wirbellose Bodentiere wie dieser Springschwanz bauen Zellulose ab
Das Treibhausgas Kohlendioxid verwendet Zellulose, um mit Photosynthese gewonnenem CO2 aus der Luft sterbende Pflanzen zu zersetzen. Kleinstlebewesen vertilgen im Boden die Zellulose und organische Substanzen. Sie setzen dabei erneut CO2 in die Atmosphäre frei.
Genomanalysen bei über 200 verschiedenen Arten von Springschwänzen und Hornmilben suchten gezielt nach Genen für den Zelluloseabbau. Tatsächlich enthielt ein Teil der Bodentiere in ihrem Genom den Bauplan für zellulose-abbauende Enzyme. Sie fanden den genetischen Code bei drei der Hauptlinien der Springschwänze und bei fast allen Gruppen von Hornmilben.
Industrell produziert, könnten sie den Klimawandel verzögern!
9 Demonstrationen
9.1 Naturbeobachtungen
Abb. 12: Kängurusprung
Kängurus springen bis 13,5 m mit „explodierenden“ Faszien. Vgl.: Humane Demonstration.
Bei Kaninchen können durch Verletzungen oder Arthrose entstandene Knorpelschäden im Knie mit Hilfe von Nanofasern repariert werden. Diese erzeugen bei Bewegung eine elektrische Spannung. „Piezoelektrizität“ ist ein Phänomen, das auch im menschlichen Körper existiert“.
9.2 Fliegende Vertebrata
Fliegende Vertebrata haben häufig farbige Beine, ob Storch oder Galapagos-Tölpel. Farbe bedeutet modisch zu sein, sich kennen und sich wiedererkennen. Dies dient der evolutorisch geforderten Partnerwahl. – Angeblich schauen Männer zuerst auf die Beine der Frauen vgl. die Archätypologie C. G. Jungs.
Schnäbel ernähren die Vögel, füttern den Nachwuchs und dienen durch Schnäbeln und Klappern der Unterhaltung, dem Kennenlernen, dem Wiedererkennen oder der Paarung. Offensichtlich wird das Zusammenleben von lebhafter Unterhaltung geprägt.
Vögel schlafen bei Stürmen auf muskellosen, dünnen Beinen. Die versteiften Sehnen krallen sie fest auf schwankenden Ästen.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Vögel neben dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr über ein zweites Organ im Bereich des Beckens verfügen. Bei Gefahr reagiert das Kleinhirn und meldet: „schön gerade sitzen!“
Bäume kommunizieren, warnen und schützen sich bei herannahender Gefahr. „Mutterbäume“, die größten und ältesten Bäume des Waldes kümmern um ihren Nachwuchs und ihre gesamte Nachbarschaft. Ähnlich den Flimmerhärchen im menschlichen Ohr haben Borke und Blätter feinste Härchen, die Fressfeinde, Rauch, Gas u.ä. erspüren. In der Erde sind sie mit ernährenden Pilzen verbunden, die Ihrerseits als Mycel den Wald verknüpfen.
Abb. 13 – 18: Crassula Minor Canarias (lat.) eine Kaktusart, die sich bei Regen zur Pflanze wandelt. – Sporenbilder, neues Geld, Geldbaum, Hyperinflation, Rückkehr zur Sporenbildung
9.3 Humane Demonstration
Wenn Sie mit dem Arm in der Luft herumfuchteln, die Hand und die Finger drehen und spreizen, werden Sie hoffentlich lächeln und feststellen, dass es die Sehnen und nicht die Muskeln sind, die komplexe Bewegungen ausführen. Das Gleiche gilt für das Boxen. Die Faszie drückt den Arm wie eine Feder hydropneumatisch „schlagartig“ nach vorn. Abwärme und Schweiss folgen. Überhitzung braucht Kühlwasser. Die Muskeln sorgen blitzschnell für frische Energie. Sie sind zugleich notwendig und hinderlich für das Training. Lymphknoten helfen bei der schnellen Erholung.
Hyaluronsäure (HA) verklebt die Achillessehne mit ihrer Klebekraft an der Ferse. Die Klebekraft ist so stark, dass die Sehne eher reisst, als sich von der Ferse zu lösen. Vergegenwärtigen sie sich die traurigen Bilder von Sportlern nach Achillessehnenrissen an.
Wenn Extremsportler erschöpft in die Kabine kommen, erleiden sie einen kurzen, heftigen Kälteschock. Weil alle Nährstoffe für die Höchstleistung in die Faszien geflossen sind, ist die Haut für einen kurzen Moment unterversorgt. Der Sportler zittert, bis die Muskeln über die Faszien für Nachschub sorgen und die unterkühlte Haut wieder mit Nährstoffen versorgen. Duschen unterstützt diesen Regenerationsprozess.
Wohl jeder hat schon einmal ein „blitzartiges“ Zucken gespürt, das durch den ganzen Körper geht, umgangssprachlich „Ruckeln“ genannt. Es ist ein Weckruf, der den Körper in Spannung bringt und zugleich ein Kontrollgang der Hilfskräfte des Hippocampus.
Durchschnittlich 4 Stunden.nach dem Tod, in denen sie auf Wiedereinsatz hofft, versteift Hyaluronsäure vorübergehend die Lymphe in den Faszien. Das nennt die Anatomie Rigor mortis oder Totenstarre.
In einer Radionachricht wurde kürzlich über eine junge Triathletin berichtet, die tödlich kollabierte, weil die Vorräte ihres Körpers völlig erschöpft waren. Bayern 24 berichtete daraufhin, dass neue Vorschriften ein Auspowern verhindern sollen.
9.4 Sensorik von Haut, Nase und Ohr
Beim Streicheln, Küssen, Riechen und Hören denken wir kaum daran, dass unser Körper dabei prüft, ob wir spiegelbildlich zusammenpassen und uns riechen können. Genetik verlangt ihr evolutionäres Recht für die nächste Generation.
Anders als die Augen hören Ohren unterschiedlich mit Bewegungen oder verschiedenen Hörmuscheln. Jäger sprechen von Löffel, Luser und Lauscher
Abgrenzen und eingrenzen, koalieren zu gemeinsamer Verteidigung oder Aggression, Nischen nutzen oder suchen, fühlen und gefühlt werden, sehen und gesehen werden, hören und gehört werden. Dies sind Herausforderungen, die ständig verfeinerte Organe der Vertebrata erzwingen.
Ohren dienen der Verständigung, der Erkennung, der Drohung, der Unterwerfung u. a.
Vertebrata bewegen ihre Ohren nach dem Bedarf ihrer Art aggressiv oder ängstlich (Frettchen 16–44 Hz), offen oder unsichtbar. Südafrikanische Savannen-Elefanten (17–10.500 Hz) kühlen wedelnd ihr Blut auf 37 °C. Der Sprachumfang des Menschen liegt zwischen 31 und 19.000 Hz.
Abb. 19: Humanes Ohr mit Eustachischer Röhre
Laut DocCheck Flexikon verstärken ca. 15.000 Haarzellen den Schall, um uns Geräusche zugänglich zu machen. Adäquat zum Cingulum bulbi verbindet die Eustachische Röhre beide Ohren über den Nasen-Rachenraum. Das hilft beim Equilibrieren und Orientieren. Bei einem Defekt entsteht Vertigo d. h. Schwindelgefühl.
10 Therapien
10.1 Hego
Die gut fühlbaren zentralen Punkte an der Fusssohle und an den Innenhänden nennt man wissenschaftlich „Hego“. Vertebrata und Barfüssler erspüren damit Oberflächen und warnen vor Gefahren wie Scherben, Steinen, Sand und Morast. Menschen haben „fingerfertige“ Werkzeuge aus den Händen gemacht. Zaubertricks, Musik, Malerei und Bildhauerei sind kulturelle Höhepunkte.
Abb. 19: Hegospuren
Das stärker durchblutete Zentrum der Fusssohle und deshalb wärmer bringt den Schnee zum Schmelzen, während die bei Tieren isolierten Fusssohlen-Ränder den Schnee verdichten und vereisen. Die Sonne konnte die Eisringe noch nicht auftauen. Deutlich schnürt ein junger Fuchs eine lineare Spur zwischen den späteren eines Hundes.
10.2 Knie-Hyaluron-Therapie
Abb. 20: Kniegelenk
Seit etwa 1990 werden Hyaluronsäure-Präparate in Arthrose geschädigte Gelenke injiziert, um das Gelenk zu schmieren und als „Stossdämpfer“ zu dienen. Hyaluronsäure ist der Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit Synovia und hat thixotrope Eigenschaften. Sie wirkt als Schmiermittel bei allen Gelenkbewegungen. Die Viskosität ändert sich mit den mechanischen Kräften Sie nimmt ab, je stärker die Scherkräfte werden. Die hochmolekulare Struktur ist dickflüssig genug, um nicht wie Wasser aus dem Gelenk herausgepresst zu werden.
Sie „haftet“ aufgrund chemischer Wechselwirkungen und der äusseren Form ausgezeichnet am Knorpel des Gelenks. Wenn z. B. beim Absprung oder beim Stehen, starke Druckkräfte auf ein Gelenk wirken, knäueln sich die Moleküle zu Kugeln zusammen und agieren wie in einem Kugellager an der Knorpeloberfläche. Bei schnellen Scherbewegungen, wie beim Laufen, wird die Zähigkeit der Hyaluronsäure aufgrund ihrer Thixotropie herabgesetzt, wodurch die Reibung verringert wird.
Knochen, Knorpel, Kollagen, DNA und verschiedene Proteine reagieren piezoelektrisch.
Man meint, dass das Verhalten am Knorpel in hohem Masse klinisch übertragbar ist und man untersucht die damit verbundenen Heilungsmechanismen. Bevor die Ergebnisse in die Praxis übertragen werden, sind weitere Studien erforderlich.
10.3 Strabismus-Therapie
Abb. 21: Desinsertion der Sehne des linken Musculus rectus medialis, 1986
2 % der Hyaluronsäure steuern den Innendruck des Glaskörpers eines Auges. Prinzipiell steuert HA die Adaption und mit seiner Potenz die Stellung des Auges.
Anregung: Statt kosmetischer Kürzung der Augensehnen sollte mit durchströmungstechnischer Hyaluron-Unterstützung eine komplette Korrektur des Strabismus erfolgen. Moderne Mikro-Fluidtechnik und -forschung wird Strabismus therapieren.
Abb. 22.: Visualisierung der CFD-Simulation der Boeing X-43 bei Mach7
Flohsamenschalen (Plantago ovata) aus Indien binden (Quellzahl > 40) als Darmregulans mehr als die 50-fache Menge an Wasser und werden als Bindemittel im Wegebau eingesetzt. Gefiltert und desinfiziert könnten sie in Sehnen injiziert werden und therapeutisch nutzbar sein? Wassergebundene Wegedecken: Das Bindemittel Stabilizer® erhöht Belastbarkeit.
Abb. 23: Schieloperation am Muskel, Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Münster
11 Evolution
Die Schöpfung ist unendlich. Die Wissenschaft glaubt an eine Vermessungslösung, findet aber bei jeder Entdeckung neue Fragen. Sollte es eine Prädestination geben, bleibt sie unergründlich, weil wir den Anfang nicht kennen. Am Ende bleibt glauben. Auch diese Arbeit ist letztendlich ein Glaube. Die unendliche Vielfalt und Ästhetik der Schöpfung bringt uns täglich zum Staunen: Goethes „Wau“. Mit der Evolution wuchs die Verantwortung und damit alle Biologie der Lebewesen hierarchisch zu ordnen, nicht unterzuordnen. Demokratie ist so konstitutionsmässig erfolgreich. Wenn es irgendwo zwickt, müssen sich alle damit befassen. Tun nicht nur reden ist angesagt.
11.1 Evolution der Vertebrata
Beginn eines Lebewesens Jonas Probst, Gourmet-Koch aus Pähl, fand in Waldsassen bei Roding im ostbayerischen Landkreis Cham ein autochthones, hier entstandenes Lebewesen, wissenschaftlich Sparassis crispa oder in deutsch „Krause Glucke“ genannt, das als schneeweisser Pilz zubereitet viel Beifall fand.
Abb. 24: Sparassis crispa, Waldfrüchte Zwicknagl GmbH
Im Sommer nach zwei verschiedenartigen Regenfällen, d. h. verschiedenen Wasserarten, wachsen autochthone Lebewesen im Kiefergeäst ohne Sporen. Lediglich Alkalimetalle wie Na werden dem Rindenholz entzogen.
Die meisten entwickeln im Frühherbst Sporen. In der Lüneburger Heide werden sie hellfliederfarben wegen Ka. Es gibt sie weltweit sporadisch oder vermehrt wie im gesamten Alpen- und Pyrenäenvorland. Sie werden als frische Pilze verkauft. In der Türkei ist bereits eine Agrarindustrie entstanden, die u. a. Einzelpflanzen im Topf versendet.
Weitere autochthone Lebewesen dürfen vermutet werden.
11.2 Konkurrenz als Motor der Evoluton
„Wettbewerb ist die grundlegende Ursache der gesamten Schöpfung“, so der Moralphilosoph Adam Smith. Ein aufmerksamer Blick in die Natur beweist dies. Wettbewerb schafft Mehrwert, aber auch Vertreibung, Artensterben und Krieg. Im unbändigen Überlebenswillen kämpfen alle Lebewesen allein oder symbiotisch kollektiv mit Verbündeten. Der unvermeidliche Streit kennt keine ethischen oder moralischen Grenzen. Das schafft Raum für Neues: Heraklit schrieb um 500 v. Chr.: „Der Krieg ist der Vater aller Dinge“ oder modern: Wettbewerb ist die Mutter der Evolution.
Archäologen haben am Jenissei in Sibirien acht von steinzeitlichen Jägern und Sammlern erbaute Siedlungen entdeckt, darunter Amnaya I. Überraschenden Radiokarbon-Datierungen zufolge sind die Bauten von Amnaya I rund 8.000 Jahre alt, die älteste bekannte Festung der Welt. Konkurrenz zwischen der zunehmenden Bevölkerung und der Lagerung von Ressourcen widerlegt frühere Annahmen, dass es in Jäger- und Sammlergesellschaften keine Konflikte gab.“ – „Kain & Abel“ war ein Wunschtraum. Vgl. 7.1.
11.3 Loofah – Vorfahr der
Vertebrata
Abb. 25 - 27: Loofah – Vorfahr der Vertebrata
Und wieder nach Charles Darwin: Um sich besser gegen die Herausforderungen der Umwelt wappnen zu können, entwickelten die ersten schwammartigen, röhrenförmigen Faszien Sensoren an der Oberfläche und in ihrem Inneren. So entstand nach und nach unsere Haut, Augen, Ohren, Eingeweide usw. Der zunehmende Transport von Flüssigkeiten machte eine Pumpe, ein Herz, notwendig. Der erhöhte Signaleingang benötigte eine koordinierende Instanz. Auch heute noch hat der Hippocampus das letzte Wort und reagiert im Notfall schneller als andere Hirnareale. Das rechtfertigt „Déjà-vu“-Erlebnisse bzw. das Durchzucken, das alle hin und wieder erleben.
Abbildung 27 zeigt die bereits schlauchförmigen Vorformen für Verdauungswege, Faszien und Adern.
Schnell findet die Schöpfung, dass schaumartige Strukturen die Festigkeit verbessert, das Gewicht verringert.
11.4 Wandernde Schwämme oder Spongien
Elizabeth Turner von der Laurentian University in Kanada untersucht Gesteinsproben von einem Riff im Nordwesten Kanadas, das auf ein Alter von 890 Millionen Jahren datiert ist. Sie entdeckte verzweigte Netzwerke röhrenförmiger Strukturen – Fossilien von Schwammkörpern – die von Kalzit umgeben sind. „Form, Grösse, Verzweigung und polygonales Geflecht der Röhren ähneln den Schwammfasernetzen, die moderne Hornschwämme bilden“, berichtet Turner.
Abb. 28 - 30: Die roten Linien zeigen den Weg, den die Schwämme in Jahrtausenden zurückgelegt haben.
Die roten Linien zeigen den Weg, den die Schwämme in Jahrtausenden zurückgelegt haben. Sie widerlegen die bisher herrschende Vorstellung, dass Schwämme ihren „Geburtsort“ nicht verlassen.
Der Forschungseisbrecher „Polarstern“ untersuchte die versunkenen Gipfel des eisbedeckten Langseth-Rückens, einer tektonischen Struktur, zu der der Karasik-Seamount sowie zwei tiefere submarine Gipfel gehören, die an den sich sehr langsam ausbreitenden Gakkel-Rücken (87°N 62°E bis 85,5° N 57,4°E) grenzen. Ein Unterwasserkamera-Schlitten und ein ferngesteuertes Hybridfahrzeug zeigten, dass diese Gipfel von einer dichten Schwammgemeinschaft bedeckt waren, die auf den ersten Blick der nordatlantischen Schwammgattung „Geodia“ ähnelt. Die Schwämme wurden auf einer dicken Schicht von Skleriten beobachtet, die mit darunter liegenden Schichten vermischt waren.
Abb. 31: „Polarstern“
Abb. 32: Prof. Dr. Antje Boetius, AWI
Abb. 33: Dr. Stefanie Arndt, AWI
Abb. 34: Schneeflockenfoto, Dr. Stefanie Arndt, AWI
„Unter der Lupe schaue ich mir den Aufbau von Schneeflocken an. Sie alle haben sechs Ecken, bedingt durch die molekulare Struktur des Wassers. Und doch ist jede Schneeflocke einzigartig. Wie lang oder kurz die Ärmchen ausgeprägt sind, hängt damit zusammen, was die Schneeflocke auf ihrem Weg Richtung Boden erlebt hat. Ein Foto wie dieses kann nur im antarktischen Winter entstehen, weil nur dann die Kristalle so intakt und so klar sind.“
11.5 Lucy
Donald Johanson, in Begleitung des Post-Doktoranden Tom Gray, entdeckte Lucy am 24. November 1974 in Hadar, Äthiopien. (Johanson & Edey, 1981) Johanson analysierte sie im Cleveland Museum of Natural History in Cleveland, USA von 1975 bis 1980.
Abb. 35: Gerbil Nachbildung von Lucys Skelett im Frankfurter Senckenberg Naturmuseum mit rekonstruierter Fortbewegung.
Lucys 3,2 Millionen Jahre alter Weisheitszahnstummel hat der Wissenschaft Grösse (1,70 m), Gehirn, Mutterschaft, aufrechter Gang, Gehgeschwindigkeit (ca. 2 bis 4,5 km/h) und Alter (22 Jahre) offenbart. Chapeau den Wissenschaftlern!
11.6 Wasser tut grosse Dinge
Beobachten Sie siedendes Wasser in einem flachen Topf. Zuerst werden die kleinsten und schwächsten Wassermoleküle an die Oberfläche getrieben. Sie erzeugen Dunst, aber nur wenig Dampf. Am Boden findet ein konkurrierender Kampf der verbliebenen Moleküle statt. Es entsteht ein Stern – eine Struktur, die schwache Moleküle immer schneller austreibt, während die grossen koalieren und kochend in Blasen explosiv zerplatzen und heftig dampfen. – Ein Musterbeispiel für das Vorgehen der Schöpfung.
Hier müssen Anders Nilsson und sein Team erwähnt werden. Laut Computersimulationen besteht Wasser aus zwei individuellen Flüssigkeiten mit verschiedener Dichte. Sie vermuten zwei verschiedene Arten und molekulare Ordnungen von Wasser, „Wenn Wasser nicht so verrückt wäre, gäbe es kein Leben“, schwärmt der schwedische Wasserforscher prophetisch.
11.7 Kalifornischer Irrtum
Weitere Studien sollten durchgeführt werden, um die biologischen Zustände von HA in vivo bei Gesundheits- und Krankheitszuständen klar zu definieren.
Kalifornische Wissenschaftler haben in einer umfassenden Metastudie Hyaluronsäure in allen wichtigen Organen nachgewiesen. Sie kommen zu dem Schluss, dass HA eine der Ursachen von Krankheiten ist. Logisch ist das Gegenteil. HA ist immer da, sorgt für Heilung und arbeitet mit unserem Immunsystem zusammen.
11.8 Hyaluronsäure in der Wundheilung
Abb.36: Hyaluronsäure in der Wundheilung
Die Rolle von Hyaluronan für die Keratinozyten-Migration
HA reguliert streng verschiedene Zelltypen. Man analysiert Schnittstellen, um die molekularen und mechanischen Rollen von HA in zellulären Interaktionen. Man modifiziert HA chemisch an verschiedenen Positionen in der Kette. Die modifizierte HA wird auf goldnanostrukturierten Schnittstellen mit definierten Partikelabständen und Peptidsequenzen immobilisiert. Die Zellbindung fördert über Integrine abhängig vom Partikelabstand Schnittstellen. Der interagierende HA-Rezeptor kann Cluster bilden. Das hängt von der Länge der HA-Moleküle ab und kann von der Immobilisierungsmethode selbst beeinflusst werden.
Diese gut kontrollierten HA-Schnittstellen werden eingesetzt, um die kollektive Migration vieler Zellen von dermalen Keratinozyten zu analysieren. Die Oberflächen können eingesetzt werden, um das Wundheilungsverhalten dreidimensionaler organotypischer Hautmodelle zu untersuchen.
Mechano-Transduktion bei kollektiver Zellmigration
Spannung wird innerhalb des multizellulären Ensembles von Zelle zu Zelle als Substrat übertragen. Die z. B. bei der Geweberegeneration, Embryogenese und Tumorinvasion eine fundamentale Rolle spielen. Dazu untersucht man geometrische Hinweise für die kollektive Migration von Epithelzellen. Man verwendet cRGD, HA und verschiedene Mimetika, um mit nanostrukturierten Oberflächen mit unterschiedlichen Abständen zwischen den Nanopartikeln, Kontrolle über die Oberflächeneigenschaften zu erlangen.
Kein chirurgisches Skalpell, kein Fleischermesser und kein Jagdmesser können eine Sehne ohne Verletzung vom Muskel trennen. Wird die Faszie chirurgisch oder traumatisch durchtrennt, ist ihre Vitalität schlagartig beendet.
11.9 Komplexe Natur
Tom Myers hat 11 myofasziale Zuglinien definiert, die weit voneinander entfernte Körperteile über Muskelschlingen und das Bindegewebe miteinander verbinden. Diese Zuglinien tragen zur strukturellen Integrität und Beweglichkeit des Körpers bei.
2021 entdeckten Forscher Rezeptoren für Temperatur und Druck in der Haut genannt Capsaicinoder Scharfmacher, dass die TRPV1-Rezeptoren aktiviert und somit das Hitzeempfinden auslöst. „Scharfmacher“ hat es in den Englischen Wortschatz (wie Kindergarten) geschafft.
Muttermilch ist in der Regel die erste Nahrung, die Babys zu sich nehmen. Verschiedene Studien lassen dabei annehmen, dass das frühkindliche „Geschmackserlebnis“ auch das Ernährungsverhalten im Erwachsenenalter beeinflusst. Im Gegensatz zu käuflich zu erwerbender Säuglingsnahrung schmeckt und riecht Muttermilch jedoch nicht jeden Tag gleich. Die Unterschiede sind dabei zu einem erheblichen Anteil auf die mütterliche Ernährung zurückzuführen.
Das Cingulum-Bundle ist ein Fasertrakt, der frontale, parietale und mediale Schläfenareale verbindet und subkortikale Kerne mit dem cingulierten Gyrus verknüpft. Es ändert die Zusammensetzung des Cingulums ständig, wenn Fasern sich verbinden und das Bündel verlassen. Man will die Wirkung von Cingulum-Bundle-Schäden bei Ratten, Affen und Menschen analysieren. Trotz Trennungen produzieren Cingulum-Bundle-Läsionen nur leichte Defizite, die die Bedeutung von parallelen Wegen und die Verteilung seiner verschiedenen Funktionen unterstreicht. Inzwischen implementiert die nicht-invasive Bildgebung das Cingulum-Bundle in exekutive Kontrolle. Klinische Studien finden Cingulum-Anomalien bei zahlreichen Erkrankungen wie Schizophrenie, Depression, posttraumatischen Belastungsstörungen und Zwangsstörungen. Ein grösseres Verständnis der scheinbar vielfältigen Beiträge des Cingulums erfordert bessere Exekutiven, Wege zu isolieren, um die Verbindungen innerhalb dieses hochkomplexen Ortes zu erfassen.
Homöokinetik, die dynamische Symbiose zwischen Gehirn, Körper und Umwelt, treibt Roboter spielerisch und offensichtlich körperbezogen zu einer selbstbestimmten, individuellen haptischen Entwicklung an. Ein neuestes Projekt will den Robotern das Fühlen lehren, die technische Übersetzung des Tastsinns.
11.10 Infinitesimalrechnung
Beim Saubermachen, Fegen, Putzen, Schnäuzen und Metabolisieren wird nur verteilt und verdünnt. Nichts geht verloren. Selbst nach der dritten Wäsche verbleibt ein minimaler Schmutzrest im Handtuch. Die Schöpfung verändert sich, wenn etwas bleibt. Biologische Wesen verändern ständig die Natur.
Parmenides: „Alles, was es gibt, hat schon immer existiert. Nichts kann aus dem Nichts entstehen. Und etwas, das existiert, kann auch nicht zu Nichts werden“ trotz Newton und Leibnitz.
Caesars letzten Atemzug im Jahre 44 v. Chr. atmen auch wir ein. Ohne kontinuierlichen Austausch unser aller Luft würden wir alle ersticken. Die Evolution muss ökonomisch funktionieren.
11.11 Irrtum der Evolution
Manchmal irrt die Schöpfung, zum Beispiel wenn Ober- und Unterkiefer von Vater und Mutter getrennt vererbt werden so beim Habsburger Kaiser Karl V, Luthergegner.
Abb. 37: Emperor Charles V (1500-1558), Flämisch, gemeinfrei. Pixit etwa von 1514 bis 1516.
12 Das Mitochondrium
12.1 Das Mitochondrium als Signalogan
Mitochondrien sind keine Kraftwerke, sondern lebende, dynamische, mütterlich vererbte, energieumwandelnde, biosynthetische und signalisierende Organellen, die aktiv biologische Informationen übertragen. Sie sind der Prozessor der Zelle und mit dem Zellkern und anderen Organellen das mitochondriale Informationsverarbeitungssystem MIPS. Mitochondrien nehmen in einem dreistufigen Prozess endogene und Inputs wahr und reagieren mit morphologischer und funktioneller Umgestaltung; Integration von Informationen durch dynamische, netzwerkbasierte physikalische Interaktionen und Diffusionsmechanismen; erzeugen Ausgangssignale, die Funktionen anderer Organellen abstimmen und die Physiologie bestimmen.
Experimente zeigten, dass sensorische Neuronen eine Rolle bei Entwicklungsprozessen im Fettgewebe spielen. Wenn das Gehirn keine sensorischen Informationen mehr aus dem Fettgewebe erhält, dominieren Programme, die vom sympathischen Nervensystem gesteuert werden. Mäuse entwickelten Fettpolster mit einem sehr hohen Anteil an braunen Fettzellen, die als „gutes Fett“ gelten. Es ist bekannt, dass in diesen Zellen eine vermehrte Verbrennung stattfindet. Tatsächlich hatten die Tiere mit ausgeschalteten sensorischen Neuronen – und einem hohen Anteil an sympathischen Signalen – auch eine erhöhte Körpertemperatur.
Beide Neuronen Versionen haben wohl gegensätzliche Funktionen, wobei sympathische Neuronen die Fettverbrennung aktivieren, braunes Fett erzeugen, während sensorische Neuronen diesen Prozess abschalten. Beiden Neuronen Arten fungieren vielleicht als Beschleuniger und Bremser für die Fettverbrennung. Das System könnte für die Medizin wichtig werden. Welche Botschaften übermittelt werden, ist noch unklar und ob es ähnliche Zellen in anderen inneren Organen gibt.
Unser Grosshirn hat mit Kühlschränken, Läden und Kaufhausketten bremsende Leptine ausgeschaltet und spielt uns unendliche (Fr)Esslust zu.
12.2 Das Mitochondrium als bio-inspiriertes Transportsystem
Inspiriert von biologischen Zellen gibt es Mikrotubuli Teil des Zytoskeletts, die Antriebssysteme zum Lasten an verschiedene Orte in der Zelle zu transportieren. Dieses Beförderungssystem kommt mit Strömungsschwankungen zurecht, wie man sie z. B.in Adern finden. Deshalb soll mit Nanotechnologie ein technisches System entwickelt werden, das ähnlich als Transportmechanismus fungiert.
Experimente zeigten, dass ganze Virenpartikel und die von Proteinen gebildeten Replikationskomplexe von SARS-CoV-2 in solchen Nanotunneln sind. Das Coronavirus kann auf diese Weise von einer infizierten, anfälligen Zelle in normalerweise nicht zugängliche Zelltypen gelangen.
12.3 Kommunikation
Der geregelte Informationsaustausch zwischen biologischen Kompartimenten bei Lebewesen ermöglicht zwingend notwendig spezialisierten Strukturen, wie Blutgefässe und Nerven, die schnelle Übertragung von Signalmolekülen zwischen Organen. Auf Gewebeebene sorgen Transmembranrezeptoren, Gap Junctions und spezialisierte Synapsen für einen effizienten und selektiven molekularen Austausch zwischen Zelltypen.
Molekulare Komplexe regulieren die Kommunikation zwischen verschiedenen Organellen. Sie ordnen Organellenfunktion und die Lebensdauer. Einige Organellen in tierischen Zellen haben ein eigenes Genom. Sie sind ein wichtiger Knotenpunkt der intrazellulären Signalübertragung. Sie tauschen Calciumionen Ca²⁺ und ROS, reaktive Sauerstoffspezie, mit ER, endoplasmatischem Retikulum, untereinander aus und kommunizieren mit dem Zellkern. Wo sie für die Transkription wichtiger Kerngene fungieren und über die Freisetzung von metabolischen Zwischenprodukten und Proteinen die für Transkriptionsregulatoren verantwortlich sind. So beeinflussen Mitochondrien komplexe zelluläre Prozesse wie Differenzierung, Stammzellbildung und onkogenes Verhalten. Sie beeinflussen konzertierte physiologische Zustände, die letztendlich zum Altern und zu neurodegenerativen Erkrankungen beitragen.
Auf intrazellulärer Ebene wurden kürzlich molekulare Komplexe definiert, die die Kommunikation zwischen verschiedenen Organellen regulieren und von denen bekannt ist, dass sie eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Organellenfunktion und der Lebensdauer spielen. Mitochondrien, die einzigen Organellen in tierischen Zellen, die ein eigenes Genom enthalten, sind ein wichtiger Knotenpunkt der intrazellulären Signalübertragung. Sie tauschen Calciumionen (Ca²⁺) und reaktive Sauerstoffspezies (ROS) mit dem endoplasmatischen Retikulum (ER) sowie untereinander aus und kommunizieren auch mit dem Zellkern, wo sie für die Transkription wichtiger Kerngene über die Freisetzung von metabolischen Zwischenprodukten und Proteinen, die als Transkriptionsregulatoren fungieren, verantwortlich sind. Infolgedessen beeinflussen Mitochondrien komplexe zelluläre Prozesse wie Differenzierung, Stammzellbildung und onkogenes Verhalten. Sie beeinflussen letztendlich konzertierte physiologische Zustände, die auch zum Altern und zu neurodegenerativen Erkrankungen beitragen. Diese Erkenntnisse haben die Art und Weise verändert, wie wir Mitochondrien betrachten. Einst als isoliert voneinander arbeitende Kraftwerke betrachtet, entwickelt sich nun das Paradigma, dass Mitochondrien ein dynamisches Netzwerk von Signalorganellen darstellen.
Mitochondrien-Inhalte brauchen eine evolutionär konservierte Maschinerie, um die vollständige und sequenzielle Verschmelzung der äusseren und inneren Mitochondrienmembran zu ermöglichen. Dadurch kann ein Mitochondrium mit einer defekten Atmungskette durch die Fusion mit einem atmungsfähigen Mitochondrium gerettet werden. Damit ist die genetische Störung dieser mitochondrialen Kommunikation Ursache für menschliche Erkrankungen, was die physiologische Bedeutung der intermitochondrialen Kommunikation bzw. des intermitochondrialen Austauschs zeigt. Mehrere Gewebe und die Skelettmuskulatur, haben eine reduzierte mitochondriale Motilität, was diese Kommunikation einschränkt, aber es wird keine Beeinträchtigung der Funktion beobachtet. Es ist daher möglich, dass alternative Kommunikationsmechanismen das Fehlen einer häufigen Fusion in vivo kompensieren können.
13 Descartes Zirbeldrüse
Descartes (Cartesius) berichtete vor etwa dreihundert Jahren, dass die Zirbeldrüse das Entscheidungsorgan hinter dem Gehirn und unabhängig von diesem ist. Mit den damaligen Mitteln war er noch nicht in der Lage, die Zweiflüglichkeit des Hippocampus zu erkennen.
13.1 Die Zirbeldrüse
Abb.39: Sehvorgang nach Descartes
Abb. 40: Wie unser Gehirn sieht.
Mit einem Auge zeigt Descartes, wie das Gehirn die Umwelt wahrnimmt. Hier ist es ein Malus (Apfel) und überträgt es zweidimensional.
Abb. 41: René Descartes: Die Leidenschaften der Seele
13.1 Descartes' Hypothese über die Zirbeldrüse
In Artikel 8 erklärt Descartes, dass nicht bekannt ist, „auf welche Weise diese Lebensgeister [...] zu den Bewegungen und den Sinnen beitragen, noch welches das körperliche Prinzip ist, das sie wirken lässt“. Er stellt klar, „dass die Seele wirklich mit dem ganzen Körper verbunden ist“, dass es aber „dennoch einen Teil gibt, in dem sie [...] ihre Funktionen mehr als in allen anderen ausübt“. Descartes identifiziert diesen Teil als „eine
gewisse sehr kleine Drüse, die in der Mitte ihrer Substanz liegt“ - die Zirbeldrüse (Epiphyse). Es ist auch die zentrale Stelle, die Descartes als Argument für seine berühmt-berüchtigte Hypothese anführt.
In Artikel 32 beschreibt er das doppelte Vorkommen aller „anderen Teile des Gehirns“ sowie der Sinnesorgane und die daraus resultierende Notwendigkeit, dass es einen Ort geben muss, „an dem die [...] Eindrücke, die von einem einzigen Gegenstand durch die doppelten Organe [...] kommen, sich zu einem einzigen vereinigen können, bevor sie die Seele erreichen“ - und es gäbe „keinen anderen Ort im Körper, an dem sie sich in gleicher Weise vereinigen können, wenn nicht dadurch, dass sie es in dieser Drüse werden.“
Die Kontinentalverschiebungstheorie Alfred Wegeners wurde 90 Jahre belächelt.
13.2 Koreanische Akupunktur Schlungspuppe
Abb. 42: Akupunktur Lehrpuppe, ca. 800 n. Chr., Koreanisches Nationalmuseum, Seoul
Ursprung dieses Berichts ist das ungewöhnliche Trauma des Autors. Die notwendige Selbst-Therapie führte weiter zu Gedanken und Erkenntnissen der Natur- und Geisteswissenschaften und zum medizinischen, das Trauma betreffende Studium
14 Schädel-Hirn-Trauma „Morbus pezillat“
Für Ärzte und die medizinische Forschung
14.1 Beschreibung
Am 3. Februar 2021 ragte ohne äussere Einwirkung eine etwa 4 cm ∅ grosse blasenförmige Ausstülpung aus der Kopfhaut. Drei bis vier Tage später öffnete sich die Kopfhaut als handtellergrosse Wunde an der rechten hinteren Schädelseite.
Abb. 43: Peter Zillich 2022
Abb. 44: Carla Stecco
Cingulum bulbi, die Augenfaszie, zeigte kurz ihren Verlauf mit vier gelb-grünen Punkten und ihre Verbindung mit der traumatisierten myofaszialen Spirallinie hinter der rechten Ohrmuschel: Hinweis des Hippocampus auf Trauma und Position.
Auf dem Foto von Carla Stecco aus ihrem Atlas des menschlichen Fasziensystems ist der gelbe Bereich markiert, in dem sich die Endfaszien des Bulbus oculi des Auges und die Faszien, die zur Schädeldecke, Galea aponeurotica, führen, verzweigen. Mitverletzte Verästelungen im Schädelinneren verursachen stechende Schmerzen und ein lokales Taubheitsgefühl in einem Drittel des Schädelinneren, was auf das tatsächliche Ausmass des Traumas hinweist.
Abb. 46-47: Hausarztpraxis. 21. April 2021 Fotos Laborhilfen
Verschiedene Wundauflagen können den Abfluss der interstitiellen Lymphe nicht stoppen. Die Körpergrösse schrumpft um 6,5 cm. Die verletzten Faszien fühlen sich kalt an, wenn sie von den eigenen Fingern des Patienten berührt werden. Der Nahrungsverlust äussert sich durch spürbare Kühlung.
Überschüssige Lymphe setzt sich an den Achillesfaszien sedimentartig ab. Das verhindert eine komplette Wiederaufrichtung.
14.2 Ursachen
Vor etwa 15 Jahren entwickelte sich eine Keratose am Kopf. Durch chronisches Kratzen am Kopf entwickelte sich ein zweistufiges gutartiges Geschwür, das am 13. Januar 2021 operativ entfernt werden musste. Im Jahr 2015 hatten junge Walnüsse eine lange Zeit unerkannte Allergie ausgelöst, die chronisch wurde, den ganzen Körper betraf und starken Juckreiz verursachte, sodass bis heute Therapie erforderlich ist.
Abb.: 48-49: Rückenfotos, Peter Zillich, 27. Juni 2021, Dr. Eduard Klemm, Dermatologie, Tutzing
Chronische Keratose veranlasste die Hautpraxis Ende Januar 2021, acht Tage mehrmals täglich eine starke Kortisonbehandlung (Medikament: ClobeGalen) zu verordnen. Am 3. Februar 2021 ragte ohne äussere Einwirkung eine etwa 4 cm ∅ grosse blasenförmige Ausstülpung aus der Kopfhaut. – Kortison kann Faszien auflösen.
14.3 Ältere Ursachen
Eine in der Kindheit erlittene Vitamin-D-Mangel-Rachitis hat trotz Schienung der Beine eine leichte O-Deformierung der Beine und Knick-Senkfüsse hinterlassen. Das schwächt die Galea aponeurotica. Auch ein unbehandelter Morbus Scheuermann darf als dauerhafter Verursacher angesehen werden.
Die verkrustete und verhornte Lymphe, die ausgetreten ist, verleitet Dermatologen zu groben Fehlschlüssen, denn schon wenige Tropfen Blut färben die normalerweise milchige Flüssigkeit und täuschen Blutverkrustungen vor. Durch die weiter austretende Flüssigkeit unter dem Schorf wölbte sich dieser immer mehr auf, bis er abgeschabt wurde oder aufgrund seiner Grösse abfiel. Eine bereits geplante grossflächige Operation (Teilskalpierung) hätte den Lymphverlust verschlimmert und möglicherweise zum Kollaps geführt. – Dies zwingt den Patienten zu eigenen therapeutischen Massnahmen.
14.4 Therapie
Die gut gemeinten Ratschläge von Dermatologen und Hausärzten blieben erfolglos. Versuch und Irrtum ist eine mühsame Methode zur gleichzeitigen Diagnose und Therapie: Diagnose und Therapie mit den eigenen Händen am eigenen Hinterkopf ohne direkten Blick auf die Verletzung.
Der Diplom-Physiologe Julian Wilson, Tutzing, berichtete während einer Behandlung über die Faszienwelt, auch über die Faszien, die den Schädel kontrollieren und ihm Halt geben. Heuristisches und intuitives Tüfteln und das Wissen, dass 2 % Hyaluronsäure den Augeninnendruck reguliert brachten einen ersten erlösenden Fortschritt. Künstliches Hyaluronan (HAt) stoppt den Verlust von Lymphe auf dem haarlosen Kopfbereich.
Mikroskopische Aufnahmen von Teilen der Kruste sind vorhanden und müssten fachlich. ausgewertet werden, ebenso wie die noch vorhandenen Proben.
Körpereigene und manuell aufgetragene technische, kosmetische Hyaluronsäure (HAt) neutralisieren sich gegenseitig, der Lymphabfluss wird reduziert, die kahle Stelle beginnt oberflächlich zu heilen. Hyaluronsäure (HAv) ist für die Verhornung und damit für das Haarwachstum verantwortlich. Deshalb ist die Vitalität von Hyaluronan (HAv) in der behaarten Stelle so stark, dass (HAt) nicht wirkt. Dies ist in den weiss behaarten Randbereichen deutlich auf Fotos zu sehen Unter den Haaren ist die Wunde hier noch offen. Die dunklere Verfärbung in den Haaren zeigt das tatsächliche Ausmass des Traumas, das ohne äussere Einwirkung von innen entstanden ist.
Abb. 50: Peter Zillich Foto von Dr. Eduard Klemm, Dermatologie, Tutzing 2024
Nur eine präzise Kurzzeit-Tiefkühlung mit CO₂ bei -80 °C versiegelt schliesslich kryologisch den haarigen Teil der Läsion oberflächlich und kleinere Restkrusten. Dank dem Dermatologen.
Abb. 51-53: Peter Zillich Fotos Dr. Eduard Klemm, Dermatologie, Tutzing 2024
Die verbleibenden Schmerzen im Inneren des Schädels und im Nacken sowie das äussere Taubheitsgefühl lassen kaum noch nach. Ungefähr dahinter, im Inneren, ist das Cingulum Bulbi im Fasziensystem verwurzelt
In der Nacht und am Morgen sind die Schmerzen unerträglich. Tägliche Aktivität übertönt den schmerzhafter Juckreiz am ganzen Körper. Spontane stechende Anfälle ohne Vorwarnung und von unterschiedlicher Intensität kommen hinzu. Seit dem 23.Oktober 1923 ist durch Phonophorese, Stimmgabeltherapie eine Besserung des Juckreizes und des Einschlafens eingetreten.
15 Abstractum
Mit Hilfe von Geistes- und Naturwissenschaftlern und eigenem Rekognoszieren sollen zu neuen wissenschaftlichen Zusammenhängen und Erkenntnissen motiviern, wissenschaftlichFaszien und Lymphen in die Evolution einordnen. Die Führung und Steuerung der Wirbeltiere erkunden. Wirtschaftlichkeit prägt unsere Biosphäre. Alles wird wiederverwertet. Lebewesen kommunizieren bewusst, unbewusst oder automatisch. Naturgesetze lassen Lebewesen sozial widersprüchlich handeln. Wettbewerb ist die Mutter der Evolution wie Nutrition, Metabolismus und Fortpflanzung bezeugen. Neue Therapien scheinen näher zu rücken. Muskeln ernähren Faszien. Sensorik erhält einen anderen Stellenwert. Lebewesen entstehen durch Vermehrung und autochthon ohne Sporen oder Samen.
16 Danksagung
Ich möchte mich bei Ärztinnen, Ärzten, Assistentinnen, Assistenten, Apothekerinnen, Apothekern und Physiotherapeutinnen, Physiotherapeuten für ihre verständnisvolle Unterstützung bedanken.
Dies gilt auch für die vielen Veröffentlichungen, die mir einen Einblick in die „faszinierende Welt der Faszien“ gegeben haben. Ihr Wissen hat mich vor dem Tod bewahrt.
Faszien-Schleip, „faszinierende Welt der Faszien“. T.W. Findley, PA Huijing, Clara Barbara Karelly, Stephen M. Levin, Dr. Ida Rolf, Paolo Tozzi, Susanne Noll, Carla Stecco, Anton Stecco, Dr. Eduard Klemm und Dr. Weidinger u. a.
Jonas Probst hat diese Arbeit den akademisch begleitet. Ihm gebührt mein persönlicher Dank.
Danke an bdw (Bild der Wissenschaft) für die Abbildungen 1, 4, 7, 8, 11, 26, 27, 28, 38, 41 und 46.
Ein fettes Ausrufezeichen bedankt sich bei allen, die bis hierher gelesen haben!
17 Anregung
„Panta rhei“ alles fliesst – Heraklit erklärt mit zwei Worten, wie sich die Schöpfung bewegt. Ich wünsche allen Wissenschaftlern und mir selbst viele Anregungen. Mit Leidenschaft, Inspiration und „selber denken“ entdecken wir unendlich viel noch Unbekanntes in der Welt und in der Evolution.
18 Ex Orient
Die „westliche“ Forschung hat unsere Welt seit Aristoteles bis ins kleinste Detail fragmentiert und versinkt in der Mathematik, um ungleiche Dinge zu zählen. Ein Blick über den Tellerrand hinaus in den „Fernen Osten“ zeigt, dass alles komplex und untrennbar miteinander verbunden ist: Versuchen Sie, sich „Yin-Yang“ dreidimensional vorzustellen. Es geht nicht.
Parmenides: „Was ist, und was nicht ist, kann nicht sein“ und „Ein ist nicht“ kann niemals wahrheitsgemäss gedacht oder gesagt werden, und so existiert alles trotz des Anscheins als eines, riesigen, unveränderlichen Dings.“ Sein Name und Gedanke tauchen in der „Pandemie“ wieder auf.
Copyright © 2022 by Peter Zillich Dipl.-Kfm. All Rights reserved
19 Herkunft der Abbildungen
Abb. 1: Humaner Hippocampus mit Fornix und ein Seepferdchen im Vergleich, Professor Laszlo Seress 1980): Wikipedia, 2010 ............................................................................................................................................ Seite 1
Abb.: 2: © Copyright Julius Ecke .................................................................................................. Seite 4
Abb.: 3: Ballentin & Bednarek, 2023, ............................................................................................ Seite 5
Abb.: 4: Fandom, Hexer Wiki, o. J................................................................................................. Seite 6
Abb.: 5: Faszien: Robert Schleip, ................................................................................................... Seite 7
Abb.: 6: Sprungfedermodell Zillich, 2024 ....................................................................................... Seite 7
Abb.: 7: Palmer & Meyer, 1934, S. 20, ......................................................................................... Seite 10
Abb.: 8 Goethe Institut 8.6.248.6.24..…………………….………………………………...… ……….Seite 11
Abb.: 9: Wikipedia, 2024............................................................................................................. Seite 12
Abb.: 10: Wikipedia, 2024........................................................................................................... Seite 12
Abb.: 11 Wikipedia, o. J .............................................................................................................. Seite 14
Abb.: 12: © Andy Murray, chaosofdelight.org .............................................................................. Seite 14
Abb.: 13-18: Plantura Magazin o. J. ............................................................................................. Seite 15
Abb.: 19: Peter Zillich, 2023 ........................................................................................................ Seite 16
Abb.: 20: Quelle: wissen.de, o. J .................................................................................................. Seite 17
Abb.: 21: Wikipedia, 2006, Bild des Jahres .................................................................................. Seite 17
Abb.: 22: Armstrong Flight Research Center, National Aeronautics and Space Administration (NASA), 1998, zitiert nach Wikipedia, 2008 ......................................................................................................................... Seite 18
Abb.: 23: Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Münster, o. J. ..................................... Seite 18
Abb.: 24: Waldfrüchte Zwicknagl GmbH, o. J. ............................................................................. Seite 19
Abb.: 25-27: Loofah, Wikipedia o. J............................................................................................. Seite 19
Abb.:28-30: Elizabeth Turner von der Laurentian University in Kanada......................................... Seite 20
Abb.: 31: bdw 10/23 ................................................................................................................... Seite 21
Abb.: 32: Prof. Dr. Antje Boetius, AWI, 2021 .............................................................................. Seite 21
Abb.: 33: Peter Zillich 2011 ......................................................................................................... Seite 21
Abb.: 34: bdw 10/23 ................................................................................................................... Seite 21
Abb.: 35: Gerbil – Eigenes Werk, Frankfurt am Main, 2006 .......................................................... Seite 22
Abb.: 36: Max-Planck-Gesellschaft für medizinische Forschung, o. J. ............................................ Seite 23
Abb.: 37: Wikipedia, 2022 ........................................................................................................... Seite 24
Abb.: 38: Hammacher, 1996 ........................................................................................................ Seite 28
Abb.: 39: Hammacher, 1996 ........................................................................................................ Seite 28
Abb.:40: bdw .............................................................................................................................. Seite 28
Abb.41: Hammacher, 1996 .......................................................................................................... Seite 28
Abb.: 42: Peter Zillich, 2022, ....................................................................................................... Seite 29
Abb.: 46: Peter Zillich, 2022 ........................................................................................................ Seite 30
Abb.: 47: Stecco, Atlas des menschlichen Fasziensystems, 2016, S. 109, ........................................ Seite 30
Abb.: 48: Wikipedia,2009 ............................................................................................................ Seite 30
Abb.: 46-47: Arzthelfer in Hausarztpraxis, .................................................................................... Seite 31
Abb.:48-49: Dr. Eduard Klemm, Dermatologie, Tutzing, ............................................................... Seite 31
Abb.: 50.: Peter Zillich ................................................................................................................ Seite 32
Abb.: 51-53: Dr. Eduard Klemm, Dermatologie, Tutzing ............................................................... Seite 33
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Seite 3 Antonis Chaliakopoulos bietet eine Einführung in Heraklit und Hegel, die sich gegenseitig ergänzen.
Als Euripides Sokrates nach seiner Meinung über das Buch „Über die Natur“ von Heraklit von Ephesus (ca. 535-475 v. Chr.) fragte,
antwortete Sokrates, dass der Teil, den er verstanden habe, ausgezeichnet sei, ebenso wie der Teil, den er nicht verstanden habe.
Auf der einen Seite steht der undurchsichtige Philosoph, der „dunkle Riddler“, den selbst Sokrates nur schwer verstand.
Diese Dualität kommt in den Texten des antiken tragischen Dichters Scythinus zum Ausdruck: „Habt es nicht zu eilig, zum
Ende des Buches von Heraklit dem Ephesier zu gelangen: der Weg ist schwer zu gehen. Finsternis ist dort und Dunkelheit ohne Licht.
Aber wenn ein Eingeweihter dein Führer ist, leuchtet der Weg heller als das Sonnenlicht.“ (Diogenes Laertius IX, 16),
Eine Einweisung in sein Werk durch Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770-1831) notwendig.
Er soll gesagt haben: „Hier sehen wir Land; es gibt keinen Satz des Heraklit, den ich nicht in meine Logik übernommen habe“ (E.S. Haldane, S.278).
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Seite 7 Adstrum S, Hedley G, Schleip R, Stecco C, Yucesoy CA (2017) Defining the fascial system. J Bodyw Mov Ther 21:173–177, Nachdem wir einen kurzen Blick auf die Faszie als spezialisiertes Bindegewebe geworfen haben, stellen wir 6 der wichtigsten aktuellen Forschungsbereiche vor. Diese finden sich in den Sportwissenschaften, in der myofaszialen Schmerzforschung, im Bereich der evolutionären Biologie sowie der Molekularbiologie ebenso wie in der Biomechanik und der funktionellen Anatomie, Die Fülle an Forschungsgebieten demonstriert unser wachsendes Verständnis von faszialen Bindegeweben und lässt auf neue klinische Ansätze z. B. bei Kreuzschmerzen und in der Krebsforschung hoffen.
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Eine zusätzliche Schicht umgibt das Gehirn Nach traditioneller Auffassung ist das Gehirn von drei Schichten umgeben, der Dura, der Arachnoidea und der Pia Mater. Møllgård et al. entdeckten eine vierte Meningealschicht, die subarachnoidale lymphatische Membran (SLYM). SLYM unterscheidet sich immunphänotypisch von den anderen Meningealschichten im Gehirn von Mensch und Maus und stellt eine dichte Barriere für gelöste Stoffe von mehr als 3 Kilotonnen dar, die den Subarachnoidalraum effektiv in zwei verschiedene Kompartimente unterteilt. Die SLYM beherbergt eine große Population myeloischer Zellen, deren Zahl als Reaktion auf Entzündungen und Alterung zunimmt, so dass diese Schicht eine Nische des angeborenen Immunsystems darstellt, die ideal für die Überwachung des Liquorraums geeignet ist. -SMHSeite 12 „Was wir gebaut haben, ist in vielerlei Hinsicht ein Atlas, eine Art Google Maps für das Gehirn”, sagt Dorkenwald. „Damit sind Forscher nun in der Lage, das Gehirn sorgfältig zu erkunden, während sie versuchen, es zu verstehen.“ Co-Autor Gregory Jefferis von der University of Cambridge ergänzt: „Die Schaltpläne des Gehirns sind ein erster Schritt zum Verständnis all dessen, was uns interessiert – wie wir unsere Bewegungen steuern, ans Telefon gehen oder einen Freund erkennen, “Sven Dorkenwald (Princeton University) et al.; Nature, doi: 10.1038/s41586-024-07558-y. Philipp Schlegel (MRC Laboratory of Molecular Biology) et al.; Nature, doi: 10.1038/s41586-024-07686-5. Weitere Studien des FlyWire Consortiums
Seite 13 Abu Yusuf Ya´qub Ibn Ishaq al-Kindl (ca. 800 – 873)
In der wichtigsten philosophischen Frage, nach der Einheit und Wesen Gottes, sei mit Aristoteles „erste Ursache aller Existenz“ Allah gemeint. „Über die erste Philosophie“Man muss die „Wahrheit auch bei fernen Nationen (Alt-Griechisch) suchen, die nicht unsere Sprache sprechen“.
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Über die Natur (Περὶ φύσεως) Parmenides aus Raffaels Fresko Die Schule von Athen (1510–1511)
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Histologia Basica, Junqueira e Carneiro, Google Drive Anzeige von Histologia Basica Seite 1 von 535 ...
Turtzo et al., 2020
Zusammenfassung: Funktionelle Assays, die das mRNA-Spleißen bewerten, können zur Interpretation der klinischen Bedeutung von Sequenzvarianten verwendet werden, einschließlich der Lynch-Syndrom-assoziierten Mismatch-Repair-Gene (MMR). Ziel dieser Studie war es, den Beitrag von Spleiß-Assay-Daten zur Klassifizierung von MMR-Gensequenzvarianten zu untersuchen. Wir untersuchten das mRNA-Spleißen für 24 Sequenzvarianten in MLH1, MSH2 und MSH6, einschließlich 12 Missense-Varianten, die werden auch mit einem zellfreien in vitro MMR-Aktivitätsassay (CIMRA) bewertet. Für jede Variante wurde eine multifaktorielle Likelihood-Analyse durchgeführt, wobei CIMRA-Ergebnisse und klinische Daten, sofern verfügbar, kombiniert wurden. Wir haben diese Ergebnisse mit vorhandenen öffentlichen Daten kombiniert, um einen Datensatz mit Spleiß-Assay-Ergebnissen für insgesamt 671 MMR-Gensequenzvarianten (328 Missense/In-Frame-Indel) sowie veröffentlichten und unveröffentlichten Reparaturaktivitätsmessungen für 154 dieser Varianten bereitzustellen. Es gab 241 Varianten, bei denen eine Spleißaberration festgestellt wurde: 92 vollständige Stöße, 33 unvollständige Stöße und 116, bei denen es nicht möglich war, einen vollständigen oder einen unvollständigen Spleißeinschlag zu bestimmen. Die Spleißergebnisse halfen hauptsächlich bei der Interpretation von intronischen (72 %) und stillen (92 %) Varianten und waren am wenigsten nützlich für Missense Ersetzungen/In-Frame-Indels (10%). MMR-Protein-Funktionsaktivitätsassays waren bei der Analyse dieser exonischen Varianten nützlicher, aber konstruktionsbedingt waren sie nicht in der Lage, klinisch wichtige Spleißaberrationen zu erkennen, die durch parallele mRNA-Assays identifiziert wurden. Die Entwicklung von Hochdurchsatz-Assays, die parallel dazu die Auswirkungen auf die mRNA-Transkriptexpression und die Proteinfunktion quantitativ bewerten können, wird die Klassifizierung von MMR-Gensequenzvarianten vereinfachen.
NIH Image to ImageJ, 25 Jahre Bildanalyse
Kevin Eliceiri, Universität von Wisconsin-Madison
Zwei integrierte und hochprädiktive funktionsanalysebasierte Verfahren zur Klassifikation von MSH6-Varianten beim Lynch-Syndrom
Mark Drost 1 2, Yvonne Tiersma 1, Dylan Glubb 3, Scott Kathe 4, Sandrine van Hees 1, Fabienne Calléja 1, José B M Zonneveld 1, Kenneth M Boucher 5, Renuka P E Ramlal 1, Bryony A Thompson 6 7, Lene Juel Rasmussen 8 9, Marc S Greenblatt 4, Andrea Lee 4, Amanda B Spurdle 3, Sean V Tavtigian 6, Niels de Wind 10
PMID: 31965077, PMCID: PMC7200593, DOI: 10.1038/s41436-019-0736-2
Abstrakt
Hintergrund: Varianten im DNA-Mismatch-Reparatur-Gen (MMR) MSH6, die bei Personen mit Verdacht auf das Lynch-Syndrom identifiziert wurden, sind aufgrund der geringen Krebspenetranz von Defekten in diesem Gen schwer zu klassifizieren. Dies verschleiert nicht nur die personalisierte Gesundheitsversorgung, sondern auch die Entwicklung eines schnellen und zuverlässigen Klassifikationsverfahrens, das keine klinischen Daten benötigt.
Methoden: Der komplette in vitro MMR activity (CIMRA) Assay wurde gegen klinisch klassifizierte MSH6-Varianten kalibriert und unter Anwendung der Bayes'schen Regel mit rechnerischen Vorhersagen der Pathogenität integriert. Um die Validierung dieses Zwei-Komponenten-Klassifikationsverfahrens zu ermöglichen, haben wir ein genetisches Screening eingesetzt, um eine große Anzahl von inaktivierenden Msh6-Varianten als Proxys für pathogene Varianten zu generieren.
Ergebnisse: Die vom genetischen Screen abgeleiteten Varianten zeigten, dass das Zweikomponenten-Klassifikationsverfahren hohe Sensitivitäten und Spezifitäten aufweist. Darüber hinaus ermöglichten diese inaktivierenden Varianten die direkte Neueinstufung von humanen Varianten mit ungewisser Signifikanz (VUS) als (wahrscheinlich) pathogen.
Schlussfolgerung: Das Zwei-Komponenten-Klassifikationsverfahren und die genetischen Screenings bieten komplementäre Ansätze, um die große Mehrheit der humanen MSH6-Varianten schnell und kostengünstig zu klassifizieren. Der hier verfolgte Ansatz bietet eine Vorlage für die Klassifizierung von Varianten in anderen krankheitsprädisponierenden Genen und erleichtert so die Übersetzung personalisierter Genomik in eine personalisierte Gesundheitsversorgung.
Vergleichende Wirksamkeit der Kortikosteroid-Injektion und nicht-invasiver Behandlungen bei Plantarfasziitis: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse
Zusammenfassung und Abbildungen
0,003). Nach einer Nachbeobachtungszeit von 1,5 Monaten war der CSI mit einem verbesserten VAS-Score im Vergleich zur Physiotherapie (PT) verbunden (MD, 2,5; 95% CI = 0,1-4,9; P = 0,04). Es wurden keine signifikanten Unterschiede in der VAS-Score-Reduktion zwischen CSI und Stoßwellentherapie innerhalb von 3 Monaten beobachtet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass CSI tendenziellDie erste Wahl der Behandlung für Patienten mit Plantarfasziitis ist die nicht-invasive Behandlung anstelle der Kortikosteroid-Injektion (CSI). Es gibt jedoch keine umfassende Studie, die die Wirksamkeit von CSI mit nicht-invasiven Behandlungen der Plantarfasziitis verglichen hat. Wir führten eine Metaanalyse durch, in der CSI und nicht-invasive Behandlungseffekte bei Plantarfasziitis verglichen wurden. Wir führten eine Metaanalyse durch, in der CSI und nicht-invasive Behandlungseffekte bei Plantarfasziitis verglichen wurden. Der primäre Endpunkt war die Schmerzreduktion. Neun randomisierte kontrollierte Studien, in denen CSI mit 4 nicht-invasiven Behandlungsarten verglichen wurde, wurden eingeschlossen. Ein Trend zugunsten von CSI gegenüber nicht-invasiven Behandlungen zeigte sich hinsichtlich der Reduktion des Scores der visuellen Analogskala (VAS) bei 1-1,5 (mittlere Differenz (MD), 1,70; 95% Konfidenzintervall (CI) = 0,39-3,01; P = 0,01) und 2-3 Monate (MD, 1,67; 95% CI = 0,58-2,76; P = wirksamer zur Schmerzlinderung als nicht-invasive Behandlungen innerhalb von 3 Monaten. Darüber hinaus bietet CSI 1,5 Monate nach der Behandlung im Vergleich zu PT eine signifikante Schmerzlinderung. Diese Studie liefert wichtige klinische Informationen für die Auswahl von Therapeutika. Genet Med, Mai 2020; 22(5):847-856, doi: 10.1038/s41436-019-0736-2. Epub 22. Januar 2020, Affiliations Expand, PMID: 31965077, PMCID: PMC7200593, DOI: 10.1038/s41436-019-0736-2
Hyaluronsäure (Hyaluronan), eine Rezension Veterinarni Medicina, 53, 2008 (8): 397–411 Übersichtsartikel 397 Zusammenfassung: Hyaluronsäure (HA) hat ein hohes Molekulargewicht Biopolysaccharid, entdeckt 1934 von Karl Meyer und seinem Assistenten John Palmer im Glaskörper von Rinderaugen. Hyaluronsäure ist ein natürlich vorkommendes Biopolymer, das wichtige biologische Funktionen in Bakterien und höheren Tieren wie dem Menschen hat. Es kommt in den meisten Bindegeweben vor und ist besonders in der Synovialflüssigkeit, der Glaskörperflüssigkeit des Auges, der Nabelschnur.
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Turtzo et al., 2020
Zusammenfassung: Funktionelle Assays, die das mRNA-Spleißen bewerten, können zur Interpretation der klinischen Bedeutung von Sequenzvarianten verwendet werden, einschließlich der Lynch-Syndrom-assoziierten Mismatch-Repair-Gene (MMR). Ziel dieser Studie war es, den Beitrag von Spleiß-Assay-Daten zur Klassifizierung von MMR-Gensequenzvarianten zu untersuchen. Wir untersuchten das mRNA-Spleißen auf 24 Sequenzvarianten in MLH1, MSH2 und MSH6, einschließlich 12 Missense-Varianten, die ebenfalls mit einem zellfreien in vitro MMR-Aktivitätsassay (CIMRA) bewertet wurden. Für jede Variante wurde eine multifaktorielle Likelihood-Analyse durchgeführt, wobei CIMRA-Ergebnisse und klinische Daten, sofern verfügbar, kombiniert wurden. Wir haben diese Ergebnisse mit vorhandenen öffentlichen Daten kombiniert, um einen Datensatz mit Spleiß-Assay-Ergebnissen für insgesamt 671 MMR-Gensequenzvarianten (328 Missense/In-Frame-Indel) sowie veröffentlichten und unveröffentlichten Reparaturaktivitätsmessungen für 154 dieser Varianten bereitzustellen. Es gab 241 Varianten, bei denen eine Spleißaberration festgestellt wurde: 92 vollständige Stöße, 33 unvollständige Stöße und 116, bei denen es nicht möglich war, einen vollständigen oder einen unvollständigen Spleißeinschlag zu bestimmen. Ergebnisse des Spleißens können zur Bestimmung der Auswirkungen des vollständigen und unvollständigen Spleißens bestimmt werden. Die Spleißergebnisse halfen vor allem bei der Interpretation von intronischen (72 %) und stillen (92 %) Varianten und waren am wenigsten nützlich für Missense-Substitutionen/In-Frame-Indels (10 %). MMR-Protein-Funktionsaktivitätsassays waren bei der Analyse dieser exonischen Varianten nützlicher, aber konstruktionsbedingt waren sie nicht in der Lage, klinisch wichtige Spleißaberrationen zu erkennen, die durch parallele mRNA-Assays identifiziert wurden. Die Entwicklung von Hochdurchsatz-Assays, die parallel dazu die Auswirkungen auf die mRNA-Transkriptexpression und die Proteinfunktion quantitativ bewerten können, wird die Klassifizierung von MMR-Gensequenzvarianten vereinfachen.
Mark Drost 1 2, Yvonne Tiersma 1, Dylan Glubb 3, Scott Kathe 4, Sandrine van Hees 1, Fabienne Calléja 1, José B M Zonneveld 1, Kenneth M Boucher 5, Renuka P E Ramlal 1, Bryony A Thompson 6 7, Lene Juel Rasmussen 8 9, Marc S Greenblatt 4, Andrea Lee 4, Amanda B Spurdle 3, Sean V Tavtigian 6, Niels de Wind 10
Zugehörigkeiten erweitern PMID: 31965077, PMCID: PMC7200593, DOI: 10.1038/s41436-019-0736-2
Zusammenfassung Zweck: Varianten im DNA-Mismatch-Reparatur-Gen (MMR) MSH6, die bei Personen mit Verdacht auf Lynch-Syndrom identifiziert werden, sind aufgrund der geringen Krebspenetranz von Defekten in diesem Gen schwer zu klassifizieren. Dies erschwert nicht nur die personalisierte Gesundheitsfürsorge, sondern auch die Entwicklung eines schnellen und zuverlässigen Klassifizierungsverfahrens, das keine klinischen Daten voraussetzt. Methoden:Der vollständige In-vitro-MMR-Aktivitätstest (CIMRA) wurde anhand klinisch klassifizierter MSH6-Varianten kalibriert und unter Anwendung der Bayes-Regel mit rechnerischen Vorhersagen zur Pathogenität kombiniert. Zur Validierung dieses Zweikomponenten-Klassifizierungsverfahrens haben wir ein genetisches Screening durchgeführt, um einen großen Satz inaktiver Msh6-Varianten zu generieren, die als Ersatz für pathogene Varianten dienen.
Englisch
Page 2: Neuro- und Sinnesphysiologie, Schmidt, Schaible (ed.), ISBN 3-540-41347-2, Springer, 2000
Page 2: Neurowissenschaften, Kandel et al. (eds.): ISBN 3-86025-391-3. Spektrum 1995
Page 3 About nature, Antonis Chaliakopoulos provides an introduction to Heraclitus and Hegel, which complement each other. When Euripides asked Socrates for his opinion about the book "On Nature" by Heraclitus of Ephesus (ca. 535-475 BC) Socrates replied that the part he understood was excellent, as was the part he did not understand.
Hyaluronic acid (hyaluronan), a review Veterinarni Medicina, 53, 2008 (8): 397–411 Review Article 397 Abstract: Hyaluronic acid (HA) is a high molecular weight biopolysacharide, discovered in 1934, by Karl Meyer and his assistant, John Palmer in the vitreous of bovine eyes. Hyaluronic acid is a naturally occurring biopolymer, which has important biological functions in bacteria and higher animals including humans. It is found in most connective tissues and is particularly concentrated in synovial fluid, the vitreous fluid of the eye, umbilical cords and chicken combs. It is naturally synthesized by a class of integral membrane pro.
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Turtzo et al., 2020
Abstract: Functional assays that assess mRNA splicing can be used in interpretation of the clinical significance of sequence variants, including the Lynch syndrome-associated mismatch repair (MMR) genes. The purpose of this study was to investigate the contribution of splicing assay data to the classification of MMR gene sequence variants. We assayed mRNA splicing for 24 sequence variants in MLH1, MSH2, and MSH6, including 12 missense variants that were also assessed using a cell-free in vitro MMR activity (CIMRA) assay. Multifactorial likelihood analysis was conducted for each variant, combining CIMRA outputs and clinical data where available. We collated these results with existing public data to provide a dataset of splicing assay results for a total of 671 MMR gene sequence variants (328 missense/in-frame indel), and published and unpublished repair activity measurements for 154 of these variants. There were 241 variants for which a splicing aberration was detected: 92 complete impact, 33 incomplete impact, and 116 where it was not possible to determine complete versus incomplete splicing impact. Splicing results mostly aided in the interpretation of intronic (72%) and silent (92%) variants and were the least useful for missense substitutions/in-frame indels (10%). MMR protein functional activity assays were more useful in the analysis of these exonic variants but by design they were not able to detect clinically important splicing aberrations identified by parallel mRNA assays. The development of high throughput assays that can quantitatively assess impact on mRNA transcript expression and protein function in parallel will streamline classification of MMR gene sequence variants.
NIH Image to ImageJ, 25 years of image analysis
Kevin Eliceiri, University of Wisconsin–Madison
Two integrated and highly predictive functional analysis-based procedures for the classification of MSH6 variants in Lynch syndrome
Mark Drost 1 2, Yvonne Tiersma 1, Dylan Glubb 3, Scott Kathe 4, Sandrine van Hees 1, Fabienne Calléja 1, José B M Zonneveld 1, Kenneth M Boucher 5, Renuka P E Ramlal 1, Bryony A Thompson 6 7, Lene Juel Rasmussen 8 9, Marc S Greenblatt 4, Andrea Lee 4, Amanda B Spurdle 3, Sean V Tavtigian 6, Niels de Wind 10
Affiliations Expand PMID: 31965077, PMCID: PMC7200593, DOI: 10.1038/s41436-019-0736-2
Abstract
Purpose: Variants in the DNA mismatch repair (MMR) gene MSH6, identified in individuals suspected of Lynch syndrome, are difficult to classify owing to the low cancer penetrance of defects in that gene. This not only obfuscates personalized health care but also the development of a rapid and reliable classification procedure that does not require clinical data.
Methods: The complete in vitro MMR activity (CIMRA) assay was calibrated against clinically classified MSH6 variants and, employing Bayes' rule, integrated with computational predictions of pathogenicity. To enable the validation of this two-component classification procedure we have employed a genetic screen to generate a large set of inactivating Msh6 variants, as proxies for pathogenic variants.
Results: The genetic screen-derived variants established that the two-component classification procedure displays high sensitivities and specificities. Moreover, these inactivating variants enabled the direct reclassification of human variants of uncertain significance (VUS) as (likely) pathogenic.
Conclusion: The two-component classification procedure and the genetic screens provide complementary approaches to rapidly and cost-effectively classify the large majority of human MSH6 variants. The approach followed here provides a template for the classification of variants in other disease-predisposing genes, facilitating the translation of personalized genomics into personalized health care.
Comparative efficacy of corticosteroid injection and non-invasive treatments for plantar fasciitis: A systematic review and meta-analysis
Abstract and Figures
0.003). At 1.5-month follow-up, CSI was associated with improved VAS score compared with physical therapy (PT) (MD, 2.5; 95% CI = 0.1-4.9; P = 0.04). No significant differences in the VAS score reduction were observed between CSI and shock wave therapy within 3 months. In summary, CSI tendsThe first choice of treatment for patients with plantar fasciitis is non-invasive treatment, rather than corticosteroid injection (CSI). However, no comprehensive study has compared the effectiveness of CSI with non-invasive treatments for plantar fasciitis. We conducted a meta-analysis comparing CSI and non-invasive treatment effects on plantar fasciitis. The primary outcome was pain reduction. Nine randomized controlled trials comparing CSI with 4 non-invasive treatment types were included. A trend favoring CSI over non-invasive treatments was indicated regarding reduction in the visual analogue scale (VAS) score at 1-1.5 (mean difference (MD), 1.70; 95% confidence interval (CI) = 0.39-3.01; P = 0.01) and 2-3 months (MD, 1.67; 95% CI = 0.58-2.76; P = to be more effective for pain reduction than non-invasive treatments within 3 months. Moreover, CSI provides significant pain relief at 1.5 months after treatment compared with PT. This study provides important clinical information for selecting therapeutics. Genet Med, 2020 May;22(5):847-856, doi: 10.1038/s41436-019-0736-2. Epub 2020 Jan 22, Affiliations Expand, PMID: 31965077, PMCID: PMC7200593, DOI: 10.1038/s41436-019-0736-2